Hallo Micha,
nun ich kann sagen die Gruppe mit der ich den Kurs gemacht habe war vielleicht kein repräsentatives Beispiel für den normalen Teilnehmerkreis, aber sicher ein gutes Argument FÜR den Kurs.
Wir waren 8 Teilnehmer und alle mehr oder weniger technisch unterwegs. In jedem Fall war das technische Tauchen für alle das Ziel. Viele hatten schon Erfahrung, manche keine. So kam es, dass unsere Gruppe in zwei Teile gesplittet wurde. Dies war zwar eher ein sprachliches Erfordernis (deutschsprachige Gruppe / englischsprachige Gruppe) aber war mit den Tek-Erfahrungen zum Glück deckungsgleich.
Ich mache das mal unabhängig von der GUE, aber mit den taucherischen Fähigkeiten, die als zum Teil als Basis da waren, hätte ich mir keinen Tech1 oder Cave1 Kurs mit den Leuten vorstellen können. Insofern ist es eher ein "Einstiegskriterium" für die darauffolgenden Kurse, dass man sich da eben nicht mehr mit Dingen wie der Tarierung beschäftigen muss und das Programm straffen kann.
Die Hürde lag hoch und das "Sprungvermögen" war begrenzt. Du musstest Dich halt von vielen liebgewonnenen Verfahren trennen und dazu auch bereit sein. Immerhin hatten Teilnehmer fast 1000 TG geloggt. Da kam schon mal die Frage "Was wollen die mir denn nich erzählen?"
Ich hatte mein Schlüsselerlebnis am letzten UW Tag bei dem ich mit einem wildfremden Taucher alle Übungen durchgezogen habe und den Eindruck hatte wir verstehen uns blind und tauchen schon seit Jahren zusammen. Mit meinem Sportbuddie hat das 6 Jahre gedauert bis wir uns so verstanden haben.
Für mich ein ganz klares Pro zu dem Kurs. Allerdings sollte man sich im Vorfeld klar darüber sein, dass es bei der GUE eben auch ein "nicht-bestehen" gibt. Bei anderen Organisationen mag das nämlich anders sein! Das erspart Enttäuschungen und Frust, der bei einigen Teilnehmern dazu geführt hat die GUE Schiene nicht weiterzumachen!
Gruss Martin