Änderung des Deco-Verhalten beim tauchen mit Argon

  • Hallo Dg'ler,


    während meiner Ausbildung fürs technische Tauchen vor 7 Jahren wurde das Thema angeschnitten, ob das tauchen mit Argon das Deko-Verhalten beeinflussen kann!
    Das Argon soll bei Langzeit-Tg. über die Haut aufgenommen werden und dadurch Einfluss auf die Deko-Zeiten haben!
    Der damalige Wissensstand war wohl noch nicht sehr weit um eine wissenschaftliche Aussage darüber zu machen und das Thema war schnell vom Tisch!


    Da ich vor einiger Zeit wieder begonnen habe Argon als weitere Isolation einzusetzen, kam mir das damalige Thema wieder in den Sinn.


    Ist jemand unter Euch der sich auch schon damit beschäftigt hat, oder es sogar in der Praxis erlebt hat?


    Gibt es mittlerweile neue Erkenntisse ?(


    Wie sollte sich eine evtl. Beeinflussung auswirken, wenn o.g. Einfluss hat?
    Etwa ähnliche Symtome wie bei der N²-Narkose ( rosa Elefanten oder winkende Seesterne ) :wirr: :wirr:


    Kann ein Tauchgang überhaupt technisch ( Menge des Atemgases ) so lange gemacht werden, bis genug Argon im Körper angesammelt ist um auf das Deko-Verhalten Einfluss zu nehmen!


    Wenn ja! Müsste es ja einen Zeitindikator oder ein errechneter Faktor geben der in die Dekompressionsberechnung mit einfliessen müsste!


    Oder ist das ganze nur ein Mythos?


    Leider gibt das www keinerlei Auskünfte über dieses Thema her, deswegen versuch ich es mal hier!


    Grüße an alle
    Andy

  • Oh man was für fragen...
    ... jedoch fällt mir ein, da mal einen Bericht gelesen zu haben, in dem ein Taucherarzt einen Deco-Unfall auf kaltes Wasser, Argon und die damit verminderte Durchblutung der Haut zurückführte.



    Hab mal versucht mich schlau zu machen und folgendes, unter dem Begriff "isobare Diffusion und Argon" gefunden.


    So heißt es in der Abhandlung "Tauchen in kalten Wasser" von Dr. Bernd Aspacher:
    http://www.astb.de/seminare/se…/Aspacher_Hypothermie.pdf


    "Wird durch Argon, welches in den Körper eindiffundiert, die Dekompression nachteilig beeinflusst?
    Nein, da mehr anderes Gas ausdiffundiert"


    und weiter


    "Kann isobare Gegendiffusion auftreten?
    Ja, aber dies führt nicht zu einer kritischen Übersättigung solange die geatmeten Gase leichter als Argon sind."


    Lieder findet man hier keine näheren Begründungen.
    Auch ein paar Fachbücher haben da leider nichts weiteres ergeben.
    Außer das ich jetzt weiß das Argon bei 5 bar die gleiche narkotische Wirkung wie Luft bei 7 bar zeigt (zu finden im Ehm), aber wer will Argon schon direkt Atmen.


    Viele Grüße von der Ostee! j.keno

  • hi j.keno,


    bei der von dir erwähnten Person habe ich noch meine Ausbildung genossen!


    Diese Abhandlung war mir bekannt! Hatte das Buch mal wieder abgestaubt! :loool:


    Ist trotzdem etwas mager, ich kann mich noch an eine zeit erinnern, wo viel Wirbel um dieses Thema gemacht wurde, aber leider gibt wohl die Literatur heute auch nicht mehr her! :(


    Sollte die geschichte wohl vergessen und einfach ab in die Tiefe!


    Gruß Andy


    P.S. danke j.keno für deine Mühe!!!!

  • Vielleicht stößt ja demnächst ein Prof. Dr. SoWieSo auf diesen Artikel und hat eine Antwort parat. :)


    Ich denke mal, die Aufnahme (wenn es denn überhaupt eine gibt) von Argon, über die Haut, kann man wohl eher vernachlässigen. Sonst würde man sicher täglich von mehreren Deco-Unfällen hören. So viel wir heut zu Tage mit Argon getaucht wird.


    Aber ein interessantes Thema ist es schon.