• Wenn man die CNS-Grenzen einhält und beachtet kann man OC m.E. die OTU's wirklich nicht überschreiten.
    Ein evtl. Beispiel für einen solchen Fall wäre wohl extrem konstruiert durch Maximierung der kummulierten CNS-Gesamtbelastung und ständigen Wiederholungstauchgängen an einem Tag nach jeweils 90 min Pause (denn hier habe ich ja das Maxium der CNS Reduktion, welche ich mir dann wiedre neu volladen könnte). Selbst dann bin ich mir nicht sicher ob es dann über mehrere Tage hinhauen könnte.
    Beim Kreiseln auf Safari halte ich das aber nicht soo unwahrscheinlich, denn fünf Stunden an mehrern Tagen hintereinander kann man da schon Mal verbringen (so es der Tauchrythmus des Bootes zulässt)
    Da lohnt es sich auf jeden Fall mal zusammenzurechnen.


    Erst bei meiner Ausbildung kürzlich hatte der Instruktor von einem im Rotmeer ständig (als dort tätiger Guide) kreiselnden Dänen erzählt der einen Lungenlangzeitschaden durch hohen PO2 erlitten hat. Bei ihm war das Problem, dass die Elekronik wohl defekt war und das Gerät dauerhaft zu niedrigen PO2 gemessen hat. Dieser lag dann dauerhaft höher und gleichzeitig hat er die Schmerzen ignoriert und ging zu spät zum Arzt. Es gibt es also den langzeitschaden auch ohne CNS Problem..


    Gruss,
    Frank

  • Quote

    Original von Nitrogenius
    ... hatte der Instruktor von einem im Rotmeer ständig (als dort tätiger Guide) kreiselnden Dänen erzählt der einen Lungenlangzeitschaden durch hohen PO2 erlitten hat.


    Interessanter Fall, daß so etwas auch einmal einen Sporttaucher erwischen kann. Aber dieser Däne ist, bezogen auf das Sporttauchen, mit Sicherheit eine extrem exotische Rarität. Er wäre in einer Diskussion also ganz bestimmt kein taugliches Beispiel dafür, was beim Sporttaucher bei einer dauernd erhöhten OTU rauskommt.


    Mehr am Rande bemerkt:
    In der Internsivmedizin kommen ja Lungenschäden durch Langzeitbeatmungen mit Überdruck und hohen O2-Konzentrationen recht häufig vor. Diese oft fatalen Schäden sind nach Beendigung der Beatmung normalerweise nach einigen Monaten (weitgehend) reversibel.
    Der Däne müßte also theoretisch für ein Jahr mit dem Tauchen aufhören, um wieder normal zu werden. Da er das nicht tut, wird er mit seinem Lungenschaden trotz Reparatur der O2-Messung leben müssen.
    Aber das nur am Rande.

  • kleiner Nachtrag..
    Der Jung ist wieder in DK und taucht nicht mehr. Es ist wohl auch unklar, ob sie sich je wieder so weit erholen wird, dass er es wieder kann, weil er die Symptome eben so lange ingoriert hatte und immer weiter getaucht war (mit kaputtem Gerät, also zu hohem PO2)..
    Aber ich will natürlich einem Gasmann nicht widersprechen.. Vielleicht wirds ja bei ihm wieder und wieviel Übetreibung bei solchen Geschichten ist und was wirklich wahr wird man natürlich nie wissen, es sei denn man bekäme die Infos mal aus erster Hand, aber selbst da ;)