Tauchen mit Sauerstoff-Kreislaufgeräten

  • Waldemar Bozek / Jens Hilbert
    "Tauchen mit Sauerstoff-Kreislaufgeräten"



    Auf dem Büchermarkt wurde bislang eine Spezies der "Wiederaufbereitungsanlagen Fans" nicht fündig - nämlich diejenigen, denen es die Sauerstoff Kreislaufgeräte angetan haben. Seit ein paar Tagen ist damit Schluss, denn mit den Autoren Waldemar Bozek und Jens Hilbert haben sich zwei Autoren zusammengetan, die aufgrund ihrer taucherischen Vergangenheit sicher den nötigen Erfahrungsschatz für diese Technik mitbringen - beide sind nämlich ehemalige Militärtaucher.


    Inhaltlich ist das Buch wie eine Mischung aus Nachschlage- und Lehrbuch aufgebaut und erklärt detailliert die Grundlagen des Sauerstoff-Kreislauftauchens.


    Neben den generellen Vorteilen des Rebreathertauchens wie blasenfreiheit, lange Tauchzeiten, etc. werden die speziellen Vorteile der Sauerstoff Kreisel erläutert - jedoch nicht ohne auf die bekannten Nachteile wie die eingeschränke Tauchtiefe, Betriebskosten und Vor- und Nachbereitungszeiten neben den auch vorhandenen Gefahren beim Umgang mit den Geräten sehr deutlich hinzuweisen.


    Nach einer historischen Abhandlung, die natürlich nicht ohne die Verweise auf den militärischen Ursprung dieser Geräte auskommt, geht es dann in die Beschreibung des generellen Aufbaus und der Funktionsweise der Geräte, so dass auch blutige Laien auf wenigen Seiten ein Grundwissen über die Funktion dieser Tauchgeräte vermittelt bekommen.


    Ein ebenfalls kurzer Exkurs in die Welt des "Sauren-Stoffes" und der etwas ausführlichere in die "Tauchmedizin" klärt komprimiert alle Fragen in dem thematischen Zusammenhang ohne relevante Inhalte auszulassen. Im Gegenteil - manchmal wünscht man sich regelrecht, dass das in dem Buch enthaltene medizinische und physiologische Grundwissen jedem Taucher früher oder später einmal vermittelt würde.


    Jetzt noch ein paar Worte und Werte zum Atemkalk und schon geht es unter Wasser...
    ...weit gefehlt - das Gerät will ja erst einmal vorbereitet werden und hier wird auf vielen Bildern anschaulich vermittelt, welche grundsätzlichen Vorbereitungen und Tests mit Kreislaufgeräten lebensnotwendig sind - mit dem "Knutschflecktest" kann man - mindestens vom Namen her - noch was dazulernen, wenn man schon solche Geräte getaucht ist. Ganz nebenbei bekommt man nun noch ein paar planerische Aspekte für das Sauerstofftauchen mit auf den Weg bevor es dann wieder an die Nachbereitung des Gerätes geht.


    Auch wenn das Buch keinen Kurs ersetzen kann und will - diesen sicher aber sehr gut ergänzen bzw. vorbereiten kann - folgt noch ein Kapitel zu den aus Sicht der Autoren notwendigen Ausbildungsinhalten eines solchen Kurses. Liegt der Kurs schon etwas zurück, so wird man beim puren lesen doch noch einmal an das eine oder andere Thema erinnert. Auffrischungen von Ausbildungsinhalten hat ja bekanntlich noch nie geschadet.


    Noch ein paar Hinweise zum Füllen und Umfüllen von Sauerstoff (Stichwort "Boostern") kommen noch Rechenfreaks mit den erforderlichen Formeln und Tabellen auf ihre Kosten und schon sind die kurzweiligen und informativen 152 Seiten zu Ende.


    Für mich war das Buch informativ wie interessant zugleich. Für mich selbst wurden sehr detailliert noch einmal die Vor- und Nachteile der verschiedenen auf dem Markt befindlichen Rebreathermodelle mit den unterschiedlichen Funktionsweisen (offen, geschlossen, halbgeschlossen, elektronisch, manuell, etc.) geklärt. Das Buch wird mich aufgrund seines auch vorhandenen "Nachschlagewerkcharakters" auf so manchem Tauchtrip begleiten.


    Mit 152 Seiten, 134 Farbfotos, 37 farbige Abbildungen aus dem Delius-Klasing Verlag gibt es das Buch für 22,90 EUR unter der ISBN 978-3-7688-2422-4


    Die Verwendung des Coverfotos wurde mir vom Verlag genehmigt.

  • Quote

    Original von Monsta
    Waldemar Bozek / Jens Hilbert
    "Tauchen mit Sauerstoff-Kreislaufgeräten"


    .... denn mit den Autoren Waldemar Bozek und Jens Hilbert haben sich zwei Autoren zusammengetan, die aufgrund ihrer taucherischen Vergangenheit sicher den nötigen Erfahrungsschatz für diese Technik mitbringen - beide sind nämlich ehemalige Militärtaucher.
    ....
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    Was, ist der Jens rausgeschmissen worden ??? Auf der "boot" sprang er jedenfalls noch in Uniform rum ...


    Olaf

  • Okay, Fehler vom Amt: Will nichts über den aktiven Status gesagt haben! Vermutlich issers dann immer noch! :D


    Never trust M=)NSTI


    Danke für den Hinweis!
    Martin

  • Quote

    Original von Monsta
    Auf dem Büchermarkt wurde bislang eine Spezies der "Wiederaufbereitungsanlagen Fans" nicht fündig - nämlich diejenigen, denen es die Sauerstoff Kreislaufgeräte angetan haben.


    Auf dem deutschsprachigen Büchermarkt wurde man nicht fündig - auf dem englischsprachigen gibt es seit 2002 das Standardwerk über Kreislaufgeräte "Mastering Rebreathers" von Jeff Bozanik, das sich neben unterschiedlichen Katzenstreukisten vom LAR über RB80 bis zum Megalodon auch mit Konstruktion und Design - z.B. mit Überlegungen zum Kalkbehälter - beschäftigt. http://www.amazon.com/Masterin…oks&qid=1203966325&sr=8-1

  • Quote

    Original von Monsta
    Waldemar Bozek / Jens Hilbert
    "Tauchen mit Sauerstoff-Kreislaufgeräten"

    genehmigt.[/SIZE]


    Habe das Buch gerade in meinen Händen und gebe Monsta recht es ist schon interessant... Nun , will ich nicht den Klugscheisser spielen, aber die Autoren haben den Draft oder die 1. Version nicht Korrektur gelesen, offensichtlich.
    Als Beispiel ..Seite 111 ist die Tabelle nicht korrekt beschrieben. Da heisst es 2. Spalte ZNS O2 % , dann 5. Spalte ZNS O2 % (%/ min).
    Im Text verweisen die Autoren auf CNS/ZNS-Belastung von 0,42 % pro Minute.
    Diese Zahl steht unter der Spalte ZNS O2 % aber nicht unter der Spalte ZNS O2 % (% / min). Auch werden die berrechneten/abgelesenen Werte falsch wiedergegeben... anstatt 0,42% ZNS-Belastung wird mit "0,24% O2 pro Minute x 50 Minuten Tauchzeit" kalkuliert.
    Oder "Durchschnittstiefe beträgt 4,9 m"... aber gerechnet wird mit 3,8m...
    usw... Da sind noch andere Fehler, aber bin zu faul um sie zu beschreiben bzw.. musste das Buch nochmal lesen...
    Mein Fazit : eingeschränkt lesenswert.


    peter