Wann übt ihr Stresssituationen?

  • Quote

    Original von Mariiie
    Ich wollte darauf hinweisen, dass das nicht in Sekundenschnelle vonstatten geht und keine Hektik notwendig ist bzw. Stress aufkommen muß.


    Stimmt, so kann man das natürlich auch lesen und passt auch viel besser zu dir.


    [Wiederholungsmodus]
    Also, die Drossel verhindert, dass die Flasche in kürzester Zeit leer ist (und minimiert das Verletzungsrisiko durch herumschlagende HD-Schläuche). Es riegelt nicht in kürzester Zeit den Automaten ab
    [/Wiederholungsmodus]

  • Offtopic Warnung an!!! =)


    Irgendwie hab ich das dumme Gefühl hier entgleitet was oder ich hab mich falsch ausgedrückt oder ich werde nicht verstanden :loool:


    Um mal wieder halbwegs zum Thema zurück zu kommen, möchte ich final zu diesem Thema ein Zitat anbringen, das in der angesprochenen Diskussion die ich letztens geführt habe kam und wie ich finde genau den Nerv trifft.


    "Letztendlich bleibt: Übung ist Übung und Ernstfall ist Ernstfall.
    Den Unterschied merkt man erst, wenn man den Ernstfall hat.
    Hat man noch keinen Ernstfall gehabt, kann man dazu auch überhaupt nichts sagen.
    Alles andere ist pures Gelaber und Bla Bla.
    Ans one's for sure: im Ernstfall schüttelst du nichts aus dem Ärmel!!!"


    Vielen Dank für eure Postings und Meinungen und weiterhin viel Spaß beim Fachsimpeln :P


    Topic for me closed :hello:bye bye:hello:

  • Das ist aber schade, dass er sich aus der Diskussion ausgeklinkt hat. :(


    Jetzt versteh' ich nämlich nicht mehr, wie sein letztes Posting mit seiner Aussage in seinem ersten Posting:

    Quote

    Original von ElTorro
    Ich finde Notfallsituationen gehören mit zur Ausbildung und sollten nach Abschluss auch von jedem weiterhin simuliert und geübt werden.

    zusammen paßt. ?(

  • Hmmm,


    Nur wer regelmäßig übt, wird im Ernstfall schnellstmöglich die eingeübten Abläufe ohne großartiges Nachdenken und den damit verbundenen Zeitverlust durchführen können. Diese Aussage stammt übrigens nicht aus einem Buch mit tauchspezifischen Inhalt.


    Oder anders ausgedrückt: Es gibt schon einen Grund, warum mein Arbeitgeber die durch Steuergelder finanzierten Kreuzfahrten immer wieder durch Übungen wie "Feuer im Schiff" und "Mann über Bord", die nicht zum üblichen AIDA-Bordunterhaltungsprogramm zählen, unterbricht.

  • So und nun ich :hello:
    Die Erwartung von Problemsituationen in einem Tauchgang und die Fähigkeit, Eventualitätspläne ruhig und rational zu übernehmen, sind beim Tauchen unerläßlich. Im Job übrigends auch. ;)
    Erfahrung und Üben spielt eine große Rolle in der Fähigkeit der Person mit Streß umzugehen und um Alternativreaktionen auf gegebene Bedrohungszenarien zu entwickeln. Die Vereinheitlichung aller relevanten Skill`s und ein vollständiges Beherrschen der Ausrüstung ist notwendig. Wenn die Vereinheitlichung zur höchsten Ebend gebracht worden ist, dann wird das reaktive Verhalten in einem Notfall reflexartig sein.
    das übende kleine Seepferdchen Elke

  • richtig blöd wirds wenn mehrere Stressfaktoren zusammen kommen: Buddy weg, überanstrengt, Inflator füllt unkontrolliert das Jacket und in 100m Angelsehne verheddert.
    Ach ja , Messer natürlich auch noch verloren=)
    Und falls du Tauchlehrer bist, ist dir auch noch ein Schüler abhanden gekommen und du weißt nicht was mit ihm ist.
    Was ich damit sagen will: wenn genügend Kleinigkeiten, die man einzeln locker aus dem Ärmel schüttelt, zusammen kommen ist irgendwann jeder überfordert.
    Wieviele Probleme man braucht um aus der Ruhe zu kommen, ist allerdings schon eine Frage des Trainings und dessen wie gut man jedes einzelne Problem beherrscht.
    Des weiteren sollten Leute, die körperlich fit sind und nicht so schnell überanstrengen, auch weniger Probleme haben eine Situation zu meistern, als jemand der schnell ausser Puste wenn er sich mal bewegen muß, weil Bewegung für seinen Körper eine ganz neue Erfahrung ist:-D .


    genug gelästert:-D :-D

  • Quote

    Ans one's for sure: im Ernstfall schüttelst du nichts aus dem Ärmel!!!"


    Aber wär´s nicht sinnvoll, jeden Taucher auf ein Niveau zu bekommen, bei dem er das kann?


    Und sollte es nicht Ziel der Ausbildung sein, den Schüler auf ein Niveau zu bringen, dass er innerhalb des aufgezeigten Rahmens aufkommende Schwierigkeiten durch das vorher erhaltene und anschliessend weiter geführte Training adäquat und ruhig lösen kann, damit Stress gar nicht erst aufkommt? (Mariiie)


    Zugestimmt - A.

  • Quote

    Ans one's for sure: im Ernstfall schüttelst du nichts aus dem Ärmel!!!"


    Diese Aussage ist imho so nicht haltbar.


    Man schüttelt nichts aus dem Ärmel, was man vorher nicht geübt hat. Aber der menschliche Körper ist durchaus in der Lage Bewegungsmuster zu speichern, wenn sie genug eingeübt wurden, buchstäblich in Fleisch und Blut übergegangen sind. In einer kritischen Situation muss man also nicht mehr überlegen, wie eine Bewegung ausgeführt werden muss, sondern gewinnt Zeit, um sich mit dem Problem zu beschäftigen.
    Es genügt aber nicht, nur die motorischen Fähigkeiten zu trainieren, sondern auch die geistigen, sprich, man muss sich gedanklich mit evtl. Problemen auseinandersetzen.


    Dies ist für mich ein (von vielen anderen) Grund, warum ein Taucher seine Ausbildung zumindest bis Rescue Diver/** fortsetzen sollte.

  • Hallo Leute,


    Also ich kann nur aus meiner Berufserfahrung sagen,


    IMMER VOM EINFACHEN ZUM SCHWEREN UND VON TEILEN ZUM GANZEN


    Meiner Meinung nach ist Stress für jeden Menschen etwas anderes, ich hatte schon TS, für die das Anlegen der Ausrüstung schon Stress war und wir mussten danach erst eine Pause machen bevor es ins Wasser ging. Andere hingegen sind ruhig und gehen jede Situation gelassen an.
    Die Erfahrung der letzten Jahre hat mir gezeigt, das man Menschen am besten auf eine "Extremsituation" vorbereitet indem man sie langsam darauf hinführt und das einzige Mittel dann richtig zu reagieren ist wie es bei uns so schön heist Drill =Handlungsabläufe so oft durchmachen bis sie sich automatisiert haben und man darüber nicht mehr Nachdenken muss.


    Ich habe da ein Beispiel, ein OWD TS erster Pool TG, Maske ausblasen- alleine diese Situation bedeutet für den Schüler Stress (die einen zeigen ihn andere nicht) der TS muss über jeden Handgriff nachdenken. Bei seinem letzten FW TG macht er das schon selbstständig und ohne große Probleme - - Klar, er hat es bisdorthin wahrscheinlich auch schon 20-30 mal gemacht.


    Wenn ich TS ausbilde unterscheide beim erzeugen von Stresssituationen sehr stark nach der Persönlichkeit des Schülers. Meiner Meinung nach ist der OWD schon mit sich selbst am kämpfen, der AOWD (gut, reden wir nicht über diese Stufe (egal bei welchem Verband auch immer)) und ab dem RESCUE setzte ich eine gewisse Stressresistenz/Ruhe des Schhülers vorraus. Ich versetze ihm hier auch immer wieder mal in Stress.


    Ich selbst mache meistens am Ende eines Tauchganges (nicht mit TS) ein kleines Drillprogramm durch, begonnen von Maske abnehhmen und orientieren bis hin zu Flasche zudrehen weil Regler abbläst oder Tarierübungen nur mit Trocki. Ob das sinnvoll ist weis ich nicht aber es dauert nicht lange, kostet nichts und somit kann es nur helfen.


    Also gut, jetzt habe ich auch meinen Senf dazu gegeben und ich bin schon sehr auf eure Antworten gespannt.


    GUT LUFT
    ALEX