Aegypten - Allgemein - Gesetze mit Relevanz für Taucher

  • Hi!
    Ich werde Mitte Juni meinen ersten Ägypten-Aufenthalt antreten und habe versucht mich über gängige Tauchvorschriften zu informieren.


    Folgende Liste habe ich gefunden:
    1. Jeder Taucher muss ein anerkanntes Tauchbrevet haben (PADI, CMAS, NAUI, SSI, BSAC oder NASE)
    2. Maximale Tauchtiefe ist 30 Meter
    3. Kein Solotauchen
    4. Keine Dekotauchgänge ("passing the limited schedules of nitrogen")
    5. Der Guide ist der Verantwortliche für den Tauchgang und seinen Anweisungen ist Folge zu leisten
    6. Jeder Taucher muss seine Ausrüstung vor dem Tauchen kontrollieren und ist allein dafür verantwortlich
    7. Tiefenmesser, Finimeter, alternative Luftversorgung und Jacket sind verpflichtend vorgeschrieben
    8. Mit 30-50 Bar ist zur Oberfläche aufzusteigen und der Tauchgang zu beenden
    9. Kein Harpunieren, füttern von Fischen, Berühren von Fischen oder Einsammeln von Riffteilen
    10. Jeder Taucher der länger als 1 Jahr nicht getaucht hat oder weniger als 20 Tauchgänge hat muss mit einem Tauchlehrer ("Instructor") tauchen
    11. Jegliches Tauchen oder Schnorcheln darf nur bei durch die EUSF authorisierte Basen erfolgen
    12. Jede Tauchbasis muss dies deutlich kennzeichnen sowie die Verbände, denen sie angehört
    13. Jede Tauchbasis muss das medizinische Attest ("medical statement") sowie das Tauchbrevet vor dem Tauchen kontrollieren
    14. Im Falle eines Tauchunfalls muss die EUSF binnen 48 Stunden darüber per Fax informiert werden



    Meine Fragen dazu:
    ist diese Liste halbwegs vollständig?
    Und zu Punkt7: ich habe einen Suunto Vyper und auf der Konsole nur Fini und Kompass. Muss ich mir da jetzt noch einen Tiefenmesser zulegen, oder "reicht" der Vyper??



    Danke!


    mfg
    Klaus

    wenn mir was einfällt, kommt´s hierher...

    Edited 2 times, last by Monsta ().

  • Ich habe der Einfachheit alles dahinter geschrieben, aber nichts wird so heiss gegessen wie es gekocht wird:
    Folgende Liste habe ich gefunden:
    1. Jeder Taucher muss ein anerkanntes Tauchbrevet haben (PADI, CMAS, NAUI, SSI, BSAC oder NASE) ja, verlangen die Basen, da freies Tauchen ohne Basis untersagt ist
    2. Maximale Tauchtiefe ist 30 Meter------ nein stimmt nicht, freiwillige Beschränkung der RSA ist bei 40m
    3. Kein Solotauchen-----stimmt nicht
    4. Keine Dekotauchgänge ("passing the limited schedules of nitrogen")---stimmt nicht, höchstens als Basisvorschrift
    5. Der Guide ist der Verantwortliche für den Tauchgang und seinen Anweisungen ist Folge zu leisten---im weitesten Sinne ja
    6. Jeder Taucher muss seine Ausrüstung vor dem Tauchen kontrollieren und ist allein dafür verantwortlich---wie immer
    7. Tiefenmesser, Finimeter, alternative Luftversorgung und Jacket sind verpflichtend vorgeschrieben---???
    8. Mit 30-50 Bar ist zur Oberfläche aufzusteigen und der Tauchgang zu beenden----??was sonst
    9. Kein Harpunieren, füttern von Fischen, Berühren von Fischen oder Einsammeln von Riffteilen--mit Sicherheit!
    10. Jeder Taucher der länger als 1 Jahr nicht getaucht hat oder weniger als 20 Tauchgänge hat muss mit einem Tauchlehrer ("Instructor") tauchen---super Quatsch
    11. Jegliches Tauchen oder Schnorcheln darf nur bei durch die EUSF authorisierte Basen erfolgen--tauchen siehe oben, chnorcheln : super Quatsch
    12. Jede Tauchbasis muss dies deutlich kennzeichnen sowie die Verbände, denen sie angehört---???
    13. Jede Tauchbasis muss das medizinische Attest ("medical statement") sowie das Tauchbrevet vor dem Tauchen kontrollieren--steht so in den meisten Regularien der Verbände
    14. Im Falle eines Tauchunfalls muss die EUSF binnen 48 Stunden darüber per Fax informiert werden--aha
    je mehr ich das lese, desto mehr bekomme ich den Eindruck das ich einem verspäteten Aprilscherz erliege. Aber vielleicht wird ja demnächst Tauchen verboten und ich habe es nur noch nicht mitbekommen.

  • Nun ja: Die Gestzgebung hat sich gerade wieder in 2006 zum xten Male in Ägypten geändert( und die Österreicher zitieren etwas von 1999). Aber ein 'Gesetz' mit 30m Tiefe gab es meines Wissens nie.
    Und zuständig für jedwede Überprüfungen vor Ort ist die RSEA ( jeder Diveguide muss eine Entsprechende Plastikarte beihaben, die ihn als Guide ausweist) und die Hepca.
    Und der Vyper + Fini reichen natürlich aus, wie überall woanders auch.
    Einige BAsen haben allerdings eigene Regeln, die mehr oder weniger auch durchgesetzt werden, wie z.B max Tauchzeit 60min etc.
    Aber auch hier gilt: so wie man in den Wald hinein ruft , schallt es zurück. Ich habe einige Zeit in Ägypten gearbeitet und habe zwar Kontrollen erlebt ( inkl Flaschentüv) aber eine Kontrolle der Ausrüstung des Touristen ist vollkommen unbekannt.
    Wo soll es denn hingehen?
    Tom

  • Hi,

    Quote

    Original von newsearay
    8. Mit 30-50 Bar ist zur Oberfläche aufzusteigen und der Tauchgang zu beenden----??was sonst


    Gerade bei den allfälligen "Nullzeitvorschiften" in EGY eine vollkommen überzogene Regelung: Warum nicht in der Nähe des Boots auf 3-6m am Riff die Flasche auf 5-10 bar runter atmen (selbst 1 bar würde reichen, damit kein Wasser eindringen kann)? - Weil das Boot dann noch 20 min länger warten muss :-P Klar ist dagegen, dass man bei Dekotauchgängen seine Reserve über die Deko bringt - aber in EGY ja im allgemeinen nicht das Thema.


    Grüße
    Klaus

  • Ich weiß, die Beiträge sind alle etwas älter. aber bevor einer vorbeigegoogelt kommt und sich wundert.


    Quote

    Original von kwolf


    Gerade bei den allfälligen "Nullzeitvorschiften" in EGY eine vollkommen überzogene Regelung: Warum nicht in der Nähe des Boots auf 3-6m am Riff die Flasche auf 5-10 bar runter atmen (selbst 1 bar würde reichen, damit kein Wasser eindringen kann)? - Weil das Boot dann noch 20 min länger warten muss :-P


    Das probier mal dem Mitteldruck deiner 1.Stufe zu erklären ;) Aber die Aussage zeigt ja, dass du es bis zu diesem Zeitpunkt zumindest noch nicht probiert hattest oder aber geübter Milchshaketrinker warst :)


    Aber im Übrigen: Es sind auch schon Leute 5m vom Boot entfernt ersoffen. Dieses mangelnde Sicherheitsempfinden ist wirklich erschreckend.


    Quote

    Original von newsearay
    Aber ein 'Gesetz' mit 30m Tiefe gab es meines Wissens nie.


    Doch. Gab es. Quelle: Eine ägyptische Anwältin. Seit letztem Jahr ist diese Grenze allerdings wieder bei 40m. Es gibt viele Basen die das schlichtweg nicht wissen geschweigedenn einhalten.


    Liebe Grüße

  • Hallo,
    ich war vor 3 Wochen in EGY. Dort bin ich bei/ mit Euro Divers getaucht und die halten schon gewisse Regeln ein. Also es wird immer wieder darauf verwiesen bei 50 Bar mit dem Auftauchen zu beginnen und mit 30 Bar wieder aufzutauchen. Wobei man aber sagen muß, nach dem TG wurde es nicht kontrolliert. Aus Sicherheitsgründen sollte aber wohl jeder selbst darauf achten, dass man noch genug Reserven im Tank hat. Die Tauchzeiten waren nie länger als 60 min, darauf haben sie geachtet und die Tauchtiefen wurden am Tag und mit jedem TG immer flacher. Nach jedem TG wurden Zeiten und Tiefen kontrolliert.
    Das mit der 40m Tiefengrenze habe ich auch in einer aktuellen Zeitschrift gelesen.
    Solotauchgänge waren nicht erlaubt sondern nur mit Tauchpartner und einer ausreichenden Brevetierung.
    Dokotauchgänge sind z. B. bei Euro Divers Tabu.

    Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben.

  • Quote

    Original von KI1
    Dort bin ich bei/ mit Euro Divers getaucht und die halten schon gewisse Regeln ein. Also es wird immer wieder darauf verwiesen bei 50 Bar mit dem Auftauchen zu beginnen und mit 30 Bar wieder aufzutauchen. Wobei man aber sagen muß, nach dem TG wurde es nicht kontrolliert.


    Geht ja auch schlecht, so fix wie die Bootscrew dir die Flaschen abschraubt. :loool:

    Es gibt Leute, bei denen man im Killfile sein sollte, oder man hat etwas flashc gemacht. (Henning Sponbiel in de.org.ccc)

  • Ferdy


    an meine Flasche haben die sich komischerweise nicht rangetraut. Ich habe mich selbst darum gekümmert und wollte es eigentlich auch gar nicht.:boxing:

    Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben.

  • Quote

    Original von Lotuz


    Das probier mal dem Mitteldruck deiner 1.Stufe zu erklären ;) Aber die Aussage zeigt ja, dass du es bis zu diesem Zeitpunkt zumindest noch nicht probiert hattest oder aber geübter Milchshaketrinker warst :)


    Schon klar, dass das nicht geht - die Flasche deutlich unter den Mitteldruch zu atmen. Da habe ich nicht ganz nachgedacht :tomato: . Aber ich greife die übliche Begründung an, dass Wasser in die Flasche kommen könnte: Das ist Humbug: *Theoretisch* reicht alles über ein Bar, um Wasser nicht eindringen zu lassen.


    Quote

    Original von Lotuz
    Aber im Übrigen: Es sind auch schon Leute 5m vom Boot entfernt ersoffen. Dieses mangelnde Sicherheitsempfinden ist wirklich erschreckend.


    ... und auf dem Weg zum Tauchen im Auto verunglückt. im ernst: 20 bar nach der Deko in Sichtweite zum ankernden Boot bei einem Easy-TG ohne weitere Schwiedrigkeiten: Das ist Reserve genug - und ein Schnorchel am Maskenband =)


    Grüße
    Klaus

  • Quote

    Original von KI1
    an meine Flasche haben die sich komischerweise nicht rangetraut. Ich habe mich selbst darum gekümmert und wollte es eigentlich auch gar nicht.:boxing:


    Auf der Maria Gon hat man kaum Zeit noch mal auf das Fini, zum Restdruck ablesen zu schauen. :-) Seid ich mir aber 4kg auf einem Flaschengurt an die Flasche hänge sind sie bei mir auch etwas vorsichtiger geworden. :-)

    Es gibt Leute, bei denen man im Killfile sein sollte, oder man hat etwas flashc gemacht. (Henning Sponbiel in de.org.ccc)

  • Quote

    Original von kwolf
    ... und auf dem Weg zum Tauchen im Auto verunglückt. im ernst: 20 bar nach der Deko in Sichtweite zum ankernden Boot bei einem Easy-TG ohne weitere Schwiedrigkeiten: Das ist Reserve genug - und ein Schnorchel am Maskenband =)


    Also das Beispiel hinkt ja dermaßen. Natürlich kann immer was passieren, haben alle diese Leute aber aus Stromspargründen den Airbag ausgebaut und den Gurt weggelassen? Siehst du einen langjährigen erfahrenen Motoradfahrer ständig ohne Helm herummfahren, weil er ja die straßenlage einschätzen kann? Ich denke nicht. Man nutzt doch das größte Maß an Sicherheit, was man haben kann.


    Zumal das Wasser ein ganz anderes Medium ist. Lass den ein oder anderen doch mal bei 5m spontan die Pulle leer gehen .. und derjenige war mit den Gedanken ganz woanders (Delfine ... oder irgendwas außergewöhnlich passierte den Weg) ... nach einer schönen Panik und anderen Umständen (Blei wegen Panik nicht abgeworfen etc.), kann man den Schnorchel noch schön zur Beatmung nutzen ... zu mehr aber auch nicht.


    Desweiteren hast du eine Reserve um auch selber helfen zu können, du trägst doch Verantwortung für deine Mittaucher. Wie willst du denn die Anderen auch noch einschätzen können, ob bei den alles glatt läuft? Schoneinmal mit einem Schnorchel einen Taucher abgeschleppt? ... Ein riesen Spaß, wenn auch immernoch besser als ohne.


    Und zu guter Letzt. Niemand kann mir erzählen, dass man jede Situation einschätzen kann. Gerade solche Leute und Profis nutzen dann bei alltäglicher Arbeit mal nicht die Schweißerbrille und es passiert ein Unglück. Da gibt es doch genügend Beispiele, mit denen du sicher auch vertraut bist.


    Ich will dich hier nicht bekehren, du sollst ruhig deinen Stiefel fahren und die 5 Minuten extra genießen, die du der Bootscrew an Wartezeit überhilfst. Ich empfehle dir einen flacheren Tauchgang, und der Effekt ist derselbe ;) Aber diese ganzen Regeln und Sicherheitsfaktoren haben ihren Sinn und es lesen auch einige andere Menschen mit, denen man soetwas nicht schmackhaft machen muss. Das hier ist ein Forum und jeder soll sagen können, was er will. Aber ich finde, hier ist eine Grenze erreicht.


    Nun darf man mich als Moralapostel gerne steinigen, aber zu dieser Meinung und Auffassung stehe ich und ich wünsche keinen dieses Erlebnis, jemanden mal reanimieren zu müssen. Zugegebn, zu 80% sind die Flaschen bei Unfällen nicht komplett leer, aber auch nur, weil viele die Leute sich zumindest an diese Sicherheitsbestimmung gehalten haben.


    Quote

    Original von kwolf
    Schon klar, dass das nicht geht - die Flasche deutlich unter den Mitteldruch zu atmen. Da habe ich nicht ganz nachgedacht :tomato: . Aber ich greife die übliche Begründung an, dass Wasser in die Flasche kommen könnte: Das ist Humbug: *Theoretisch* reicht alles über ein Bar, um Wasser nicht eindringen zu lassen.


    Das habe ich auch schon verstanden, wie du es meintest. Aber es kann halt zu Missverständnissen führen, wenn man es so stehen ließe.


    Quote

    Original von kwolf
    Aus Sicherheitsgründen sollte aber wohl jeder selbst darauf achten, dass man noch genug Reserven im Tank hat. Die Tauchzeiten waren nie länger als 60 min, darauf haben sie geachtet und die Tauchtiefen wurden am Tag und mit jedem TG immer flacher


    Die Tauchzeitbeschränkung ist kein ägyptisches Gesetz. An manchen Plätzen aber schon angebracht.


    Laut Holger Göbelund co. muss man den flachsten nicht am Ende des Tages machen, dies ist mittlerweile überholt, weil das dekorisiko dadurch wohl nur um 0,4% gemindert wurde. Nur so als Info ... verkehrt ist es natürlich nicht ;) ... schon allein deswegen nicht, weil man so den gemütlicheren Tauchgang meist zuletzt macht ... es gab ja immerhin kurz zuvor ein lecker essen :D


    So ... gute Nacht

  • Quote

    Original von Lotuz
    Also das Beispiel hinkt ja dermaßen. Natürlich kann immer was passieren, haben alle diese Leute aber aus Stromspargründen den Airbag ausgebaut und den Gurt weggelassen? Siehst du einen langjährigen erfahrenen Motoradfahrer ständig ohne Helm herummfahren, weil er ja die straßenlage einschätzen kann? Ich denke nicht. Man nutzt doch das größte Maß an Sicherheit, was man haben kann.


    Nö, das hinkt gar nicht.
    Was hinkt, ist Dein Beispiel. Airback oder Sicherheitsgurt wird nicht weniger, wenn die Fahrt dem Ende zu geht. Sicherheit kann man durchaus auch übertreiben. Wenn ich nach dem letzten Stop (oder halt dem Sicherheitsstop) die Pulle auf 20 bar runteratme und mir dabei noch ein wenig die Gegend anschaue, ist da nicht Unsicheres dabei. Man könnte sogar argumentieren, daß man jemandem helfen kann, der sich verhauen hat und sehr leer zurückkommt, da man ja noch im Wasser ist und nicht an Bord.


    Quote


    Zumal das Wasser ein ganz anderes Medium ist. Lass den ein oder anderen doch mal bei 5m spontan die Pulle leer gehen .. und derjenige war mit den Gedanken ganz woanders (Delfine ... oder irgendwas außergewöhnlich passierte den Weg) ... nach einer schönen Panik und anderen Umständen (Blei wegen Panik nicht abgeworfen etc.), kann man den Schnorchel noch schön zur Beatmung nutzen ... zu mehr aber auch nicht.


    Wenn die Pulle auf 5 Meter leer wird, kündigt sich das ja durch erhöhten Wiederstand an (OK, Posidonregler mal außen vor). Einfach austauchen und gut ist es. Dafür langt es immer. Was das jetzt mit dem Schnorchel zu tun hat, verstehe ich nicht


    Quote


    Desweiteren hast du eine Reserve um auch selber helfen zu können, du trägst doch Verantwortung für deine Mittaucher. Wie willst du denn die Anderen auch noch einschätzen können, ob bei den alles glatt läuft? Schoneinmal mit einem Schnorchel einen Taucher abgeschleppt? ... Ein riesen Spaß, wenn auch immernoch besser als ohne.


    Ich trage die Verantwortung für mich und für meinen Tauchpartner. Wenn der Rest des Rudels Mist baut, ist das erstmal deren Sache. Ich würde dann natürlich helfen, kann ich aber auch, da mein Restdruck durchaus reicht, jemandem aus geringer Tiefe (wir reden von 5 Metern) mit nach oben zu nehmen.


    Quote


    Und zu guter Letzt. Niemand kann mir erzählen, dass man jede Situation einschätzen kann. Gerade solche Leute und Profis nutzen dann bei alltäglicher Arbeit mal nicht die Schweißerbrille und es passiert ein Unglück. Da gibt es doch genügend Beispiele, mit denen du sicher auch vertraut bist.


    Jede Situation nicht. Einfache Situationen sicher ja.


    Quote


    Ich will dich hier nicht bekehren, du sollst ruhig deinen Stiefel fahren und die 5 Minuten extra genießen, die du der Bootscrew an Wartezeit überhilfst.


    Die könne ruhig etwas warten. Ich zahle 'ne Menge Geld dafür.


    Quote


    Ich empfehle dir einen flacheren Tauchgang, und der Effekt ist derselbe ;) Aber diese ganzen Regeln und Sicherheitsfaktoren haben ihren Sinn und es lesen auch einige andere Menschen mit, denen man soetwas nicht schmackhaft machen muss. Das hier ist ein Forum und jeder soll sagen können, was er will. Aber ich finde, hier ist eine Grenze erreicht.


    Du kannst machen, was Du willst. Du musst den anderen aber nicht vorschreiben, wie sie zu tauchen haben. Wenn hier für Dich schon die Grenze dessen überschritten ist, was in einem Forum geschrieben werden darf, hast Du noch viel Missionarsarbeit zu leisten. Viel Spass dabei.


    Quote


    Zugegebn, zu 80% sind die Flaschen bei Unfällen nicht komplett leer, aber auch nur, weil viele die Leute sich zumindest an diese Sicherheitsbestimmung gehalten haben.


    Was hat das mit dem Runteratmen im Flachbereich in Sichtweite des Bootes zu tun? Nichts.


    Schönen Gruß
    Markus

    Ich kann garnicht tauchen. Mein karges Wissen habe ich aus anderen Foren. Ich rede hier nur schlau mit und versuche Frauen kennenzulernen.
    Wenn ich in Safaga tauche, werde nicht ich nass - Das Rote Meer wird Markus.
    Zwei Tage nach meinem OWD war Arielle nur noch Meerfrau.

  • Quote

    Original von Lotuz


    [quote]Original von kwolf
    Aus Sicherheitsgründen sollte aber wohl jeder selbst darauf achten, dass man noch genug Reserven im Tank hat. Die Tauchzeiten waren nie länger als 60 min, darauf haben sie geachtet und die Tauchtiefen wurden am Tag und mit jedem TG immer flacher


    Das habe ich nicht geschrieben. Auch wenn der erste Satz o.k. ist: Wir diskutieren hier nur das "genug".


    Ansonsten hat Markus meine Antwort vorweg genommen =)=)


    Gut Luft
    Klaus

  • kwolf,


    ja sorry, habe den Zitatautor nicht verändert. Das war natürlich KI1, der das gesagt hat. Mein Fohpeng ;)


    Quote

    Original von Markus
    Du kannst machen, was Du willst. Du musst den anderen aber nicht vorschreiben, wie sie zu tauchen haben. Wenn hier für Dich schon die Grenze dessen überschritten ist, was in einem Forum geschrieben werden darf, hast Du noch viel Missionarsarbeit zu leisten. Viel Spass dabei.


    aha. Wenn du schon so kritisch mit meinem geschriebenen ins gericht gehen willst, dann bitte alles sauber lesen. Ich will hier niemanden etwas vorschreiben.


    Quote

    Original von Markus
    Wenn die Pulle auf 5 Meter leer wird, kündigt sich das ja durch erhöhten Wiederstand an (OK, Posidonregler mal außen vor). Einfach austauchen und gut ist es. Dafür langt es immer. Was das jetzt mit dem Schnorchel zu tun hat, verstehe ich nicht


    Ich fand mein Beispiel gar nicht verkehrt. Als routinierter Taucher merkt man die Erhöhung des Widerstandes nur sehr spät, schon allein deshalb, weil die meisten ihren Atemregler von Hause aus auf einen höheren Widerstand eingestellt haben.


    Und wie geschrieben, auch einem Hochfrequenz atmer kann das bei Ablenkung passieren.


    Der Schnorchel: kwolf meinte, er habe ja bei Luftausfall immer einen dabei, um so bei ausgeganger Luft zum Boot zurückschnorcheln zu können. Halte ich für eine sehr gute Einstellung, denn der Schnorchel ist der Lebensretter #1 bei abgetriebenen Tauchern.
    Wenn man allerdings durch Panik bei wenig Luft das Blei nicht abwürft und kurz vor der Wasseroberfläche jämmerlich ersäuft (könnt ihr euch nicht vorstellen, ich weiß, gibt es aber) kann ich seinen Schnorchel wunderbar zur Beatmung auf der Bootsplattform nutzen. Mehr war damit auch schon nicht gemeint.


    Quote

    Original von Markus
    Nö, das hinkt gar nicht.
    Was hinkt, ist Dein Beispiel. Airback oder Sicherheitsgurt wird nicht weniger, wenn die Fahrt dem Ende zu geht. Sicherheit kann man durchaus auch übertreiben. Wenn ich nach dem letzten Stop (oder halt dem Sicherheitsstop) die Pulle auf 20 bar runteratme und mir dabei noch ein wenig die Gegend anschaue, ist da nicht Unsicheres dabei. Man könnte sogar argumentieren, daß man jemandem helfen kann, der sich verhauen hat und sehr leer zurückkommt, da man ja noch im Wasser ist und nicht an Bord.


    Ja zugegeben, mein Vergleich ist nicht lupenrein perfekt, aber immernoch besser, als das Weglassen von Sicherheit damit zu argumentieren, dass ich ja hätte auch auf dem Weg zum Tauchplatz irgendwie verunglücken können. Das könnte ja man ja in jeder Situation sagen und das finde ich, ist ein hinkendes Beispiel.


    Ich wollte lediglich Zeigen, dass man bei Selbstbeeinflussung der Sicherheit durchaus auch diese Möglichkeit im Alltag warnimmt. Im Tauchen ist das leider anders, weil sich viele des Risikos nicht bewusst sind.


    Quote

    Original von Markus
    Ich trage die Verantwortung für mich und für meinen Tauchpartner. Wenn der Rest des Rudels Mist baut, ist das erstmal deren Sache. Ich würde dann natürlich helfen, kann ich aber auch, da mein Restdruck durchaus reicht, jemandem aus geringer Tiefe (wir reden von 5 Metern) mit nach oben zu nehmen.


    Sorry, das sehe ich aber gänzlich anders. Ist denn unter dir auch nur maximal 7m Grund? Und selbst wenn, hast du schoneinmal einen panischen Taucher aus 5m hochgeholt? Der kommt ja nicht so einfach mit. Und das könnte auch dein Buddy sein, aus den dümmsten Umständen.


    Natürlich bist du für den Rest der Meute nicht rechtlich verantwortlich, das ist schon klar.


    Quote

    Original von Markus
    Jede Situation nicht. Einfache Situationen sicher ja.


    Das ist ja gerade das, was ich anspreche. Wie oft kommt es vor, dass routinierte Arbeiter meinen zu wissen, dass es sich bei dieser Situation um eine einfache Situation handelt? Leider zu oft ... ich denke das könnt ihr mir nicht abstreiten, und gerade dort passieren die meisten Unfälle.


    Quote

    Original von Markus
    Die könne ruhig etwas warten. Ich zahle 'ne Menge Geld dafür.


    Natürlich können sie warten, spricht ja auch nichts dagegen. Aber deswegen auf 5m die Flasche auf 20bar runterzuatmen wäre mir persönlich zu langweilig und würde bei vielen Plätzen auch schlichtweg ewig dauern
    . Bei vielen Basen kann man doch unbeschränkt tauchen (jedenfalls in Ägypten, anderswo ist es sehr schwer, sowas zu finden), also könnt ihr das auch gern machen.


    Wenn man schon während des Tauchgangs konstant 2-3m flacher und ein wenig langsamer taucht, geht das sogar, dass man danach trotzdem eine Reserve aufs Boot mitbringt und die Crew trotdem warten musste. Habe ich aber auch schon geschrieben.


    Quote

    Original von Markus
    Was hat das mit dem Runteratmen im Flachbereich in Sichtweite des Bootes zu tun? Nichts.


    Weil es genau um dieses Thema ging? Das Problem beim herunteratmen der Flasche ist doch, dass sie leer werden kann. Zweitens sind beinahe alle Tauchunfälle zwischen 0-5m bzw. haben dort ihren Ursprung.


    Ich habe damit nur relativiert, dass es selten vorkommt, dass man aufgrund eures Verhaltens verunglückt, aber es wären mehr Unfälle, wenn es jeder so mit der Reserve handhaben würde, was ich natürlich nicht beweisen kann.


    ....


    Es ist außerdem aus meiner Situation einfacher zu argumentieren. Ich habe bereits Unfälle erlebt, die aus euren Verhalten resultierten. Ich glaube euch sehr gern, dass ihr bei guten Bedingungen "einfache" Situationen gut einschätzen könnt und wünsche euch, dass euch diese Einschätzungsgabe nicht abhanden kommt.


    Ich sehe allerdings auch, dass eure Meinung schon bereits steht, ist auch in ordnung für mich, denn wie ich bereits vor deinem Beitrag ( Markus) geschrieben habe, will ich niemanden bekehren, allerdings möchte ich auch meine Meinung sagen können (ohne zynischer art und weise als Missionar betitelt zu werden) um schlichtweg vorzubeugen, dass irgendjemand das hier blindlinks liest und für bare Münze nimmt, dass man wohlmöglich eine Flasche am besten noch auf 0bar leeratmen kann ... oder was hier eben noch so steht.


    Ich denke auch, dass es sich nicht um Sicherheitsfanatismus oder Übertreiberei handelt, wenn man die Meinung hat, dass man mit 20-30 bar am Boot sein sollte, anstatt diese bei 5m auszunuckeln? Ihr seht das so und es sei euch gegönnt. 20bar als Grenze zwischen Fanatismus und nicht Fanatismus zu ziehen, ist auch schon reichlich übertrieben, für das bißchen Luft, wie ich finde ;-)


    Grüße zurück
    Lotuz


    PS: Sorry an den Threadtitel :D

  • Moin, moin


    Quote

    Original von Lotuz
    Halte ich für eine sehr gute Einstellung, denn der Schnorchel ist der Lebensretter #1 bei abgetriebenen Tauchern.
    Lotuz


    Nee - das ist er mMn bestimmt nicht. Mir würden da eher eine große, weithin sichtbare Boje, Lampe, Nicosignal, Signalpfeife, Signalspiegel und andere Dinge einfallen.


    Quote

    Original von Lotuz
    Wenn man allerdings durch Panik bei wenig Luft das Blei nicht abwürft und kurz vor der Wasseroberfläche jämmerlich ersäuft (könnt ihr euch nicht vorstellen, ich weiß, gibt es aber) kann ich seinen Schnorchel wunderbar zur Beatmung auf der Bootsplattform nutzen.
    Lotuz


    Woher Du weisst Du das? Hörensagen?


    Und beatmen würde ich auf einer Bootsplattform niemanden mit einem Schnorchel, sondern wie gelernt per Mund-zu-Mund oder Mund-zu-Nase oder mit einer Beatmungsmaske.


    Quote

    Original von Lotuz
    Sorry, das sehe ich aber gänzlich anders. Ist denn unter dir auch nur maximal 7m Grund? Und selbst wenn, hast du schoneinmal einen panischen Taucher aus 5m hochgeholt? Der kommt ja nicht so einfach mit. Und das könnte auch dein Buddy sein, aus den dümmsten Umständen.
    Lotuz


    Du hast bestimmt noch keinen echt panischen Taucher aus 5m hochgeholt, da bin ich mir ziemlich sicher. Wir üben immer wieder die Rettung eine Tauchers in Panik, z.B. bei Spezialkursen. Und dabei machen fast alle "Retter" die Erfahrung, dass sogar die Rettung eine panisch winkenden Tauchers an der Oberfläche absolut kein Zuckerschlecken ist, weil z. B. geklammert wird, der Automat rausgerissen, die Maske weggerissen etc.... Ich habe bislang glücklicherweise nur einen einzigen Fall einer echten Panik aus lediglich 3m Tiefe erlebt, und da konnte ich nur noch das Nachobenschießen etwas bremsen - zu mehr hat es nicht gereicht.


    Quote

    Original von Lotuz
    Zweitens sind beinahe alle Tauchunfälle zwischen 0-5m bzw. haben dort ihren Ursprung.
    Lotuz


    Nein, das stimmt eigentlich überhaupt nicht. Leider gibt es in Deutschland keine Statistiken diesbezüglich, aber zumindest ein Anhalt bietet sich hier im Bericht des BSAC für 2007:


    http://www.bsac.org/uploads/do…ts/2007_Annual_Report.pdf


    Die meisten TU, die im Report enthalten sind, geschahen zwischen 11 und 40m Tiefe, im Bereich 0 bis 10m dagegen nur relativ wenige. Ich glaube, dass sich ein ähnliches Bild für Deutschland ergeben würde.


    Ansonsten ist meine Meinung, immer mit "genügender" Reserve zum Boot zurückzukehren und dann zu entscheiden, mit welchem Flaschendruck man letztendlich das Wasser verläßt. Das ist situationsbedingt und hängt von vielen Faktoren ab. Das kann also erheblich schwanken und in passenden Fällen eben auch nur 20 oder 30 bar betragen.


    Viele Grüße
    Peter

  • Hi Lotuz,


    Tauchteufel hat schon einiges geschrieben, ich will zu ein paar Punkten aber auch noch kurz was schreiben.


    Quote

    Original von Lotuz
    aha. Wenn du schon so kritisch mit meinem geschriebenen ins gericht gehen willst, dann bitte alles sauber lesen. Ich will hier niemanden etwas vorschreiben.


    Ich hatte es so rausgelesen.


    Quote


    Ich fand mein Beispiel gar nicht verkehrt. Als routinierter Taucher merkt man die Erhöhung des Widerstandes nur sehr spät, schon allein deshalb, weil die meisten ihren Atemregler von Hause aus auf einen höheren Widerstand eingestellt haben.


    Schon mal probiert?
    Ich ja, daher habe ich es geschrieben. Man kann sogar recht entspannt austauchen, da bei beginnendem erhöhtem Wiederstand noch einiges kommt und sich die Druchverhältnisse auf den letzten Metern so stark ändern, daß selbst bei langsamem Aufstieg noch reichlich kommt. Ich gehe sogar soweit, daß ich behaupte, jeder sollte das mal (natürlich unter sicheren Bedingungen, also nicht gerade mit 400m Wasser bis zum Grund und mit Tauchpartner in direkter Nähe) ausprobieren. Mit diesem Hintergrundwissen im Kopf verfällt man dann auch nicht in Panik, wenn's wirklich mal passieren sollte.


    Quote


    ... kann ich seinen Schnorchel wunderbar zur Beatmung auf der Bootsplattform nutzen. Mehr war damit auch schon nicht gemeint.


    Dafür ist ein Schnorchel das so ziemlich ungeeignetste, was ich mir vorstellen kann (Überströmschlauch mal ausgenommen :D )


    Quote


    Sorry, das sehe ich aber gänzlich anders. Ist denn unter dir auch nur maximal 7m Grund? Und selbst wenn, hast du schoneinmal einen panischen Taucher aus 5m hochgeholt? Der kommt ja nicht so einfach mit. Und das könnte auch dein Buddy sein, aus den dümmsten Umständen.


    Mein Rekord (kann man das so schreiben?) ist etwas über 30m. Hat ganz gut geklappt, nachdem ich den "Flüchtling" erstmal hatte. War ein vereister Automat und der Taucher hat die falsche Reserve erwisch. Ist aber auch nicht einfach, den Überblick zu behalten, wenn man unter 4 (in Worten vier) zweiten Stufen wählen soll, die lustig auf die Taschen des Jacketzs verteilt sind und nicht an seine Ventile rankommt.
    Ich hoffe, daß kommt jetzt nicht als Angeberei rüber.


    EDIT: Habe gerade in "Laber und Schwafeln" dieses Foto gesehen, was dem Typen nicht unähnlich war.
    http://www.deepgreenwater.de/d…igste-bild-des-monats.jpg


    Quote


    Natürlich bist du für den Rest der Meute nicht rechtlich verantwortlich, das ist schon klar.


    Nicht mal moralisch.


    Quote


    Natürlich können sie warten, spricht ja auch nichts dagegen. Aber deswegen auf 5m die Flasche auf 20bar runterzuatmen wäre mir persönlich zu langweilig und würde bei vielen Plätzen auch schlichtweg ewig dauern


    Gerade dort ist das Licht am besten. Wenn es um Farben geht, mache ich dort die schönsten Fotos.


    Quote


    Weil es genau um dieses Thema ging? Das Problem beim herunteratmen der Flasche ist doch, dass sie leer werden kann. Zweitens sind beinahe alle Tauchunfälle zwischen 0-5m bzw. haben dort ihren Ursprung.


    Halte ich für falsch. Die meisten Unfälle haben ihren Ursprung aufgrund von Unwohlsein und Angst. Die kann ensteht, wenn es zu dunkel ist oder die Automaten vereisen. Beides findet eher im tieferen Bereichen statt.


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    Es ist außerdem aus meiner Situation einfacher zu argumentieren. Ich habe bereits Unfälle erlebt, die aus euren Verhalten resultierten. Ich glaube euch sehr gern, dass ihr bei guten Bedingungen "einfache" Situationen gut einschätzen könnt und wünsche euch, dass euch diese Einschätzungsgabe nicht abhanden kommt.


    Die Unfalle, bzw. Fastunfälle, die ich miterlebt habe, hatten ihren Ursprung nie im Flachbereich oder aufgrund des Runteratmens der Pulle unter die "magischen" 50 bar.


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    ... will ich niemanden bekehren, allerdings möchte ich auch meine Meinung sagen können (ohne zynischer art und weise als Missionar betitelt zu werden) um schlichtweg vorzubeugen, dass irgendjemand das hier blindlinks liest und für bare Münze nimmt, dass man wohlmöglich eine Flasche am besten noch auf 0bar leeratmen kann ... oder was hier eben noch so steht.


    So sollte man niemals planen (Ausnahme siehe oben - um mal zu sehen, daß man dabei nicht sofort ertrinkt)
    Hat auch niemand geschrieben.


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    20bar als Grenze zwischen Fanatismus und nicht Fanatismus zu ziehen, ist auch schon reichlich übertrieben, für das bißchen Luft, wie ich finde ;-)


    Fanatismus habe ich nirgens rausgelesen.


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    PS: Sorry an den Threadtitel :D


    Ein Thema darf ruhig auch mal etwas vom Ursprungspoting abgleiten, solange es sachlich und freundlich bleibt.


    Schönen Gruß
    Markus

    Ich kann garnicht tauchen. Mein karges Wissen habe ich aus anderen Foren. Ich rede hier nur schlau mit und versuche Frauen kennenzulernen.
    Wenn ich in Safaga tauche, werde nicht ich nass - Das Rote Meer wird Markus.
    Zwei Tage nach meinem OWD war Arielle nur noch Meerfrau.

    Edited once, last by Markus ().

  • Ach Mensch,


    ich habe per Schnorchel beatmet, nachdem durch vorherige Kompression des Brustkorbes bereits die Galle aus dem Mund quillte. Das ist ein guter Übergang bis man die Maske aus einem Koffer hat holen lassen, um nicht selber kotzen zu müssen. Also komplett ungeeignet ist er in meinen Augen nicht, aber ich gebe euch recht, dass es nicht die optimale Lösung ist. Eine Maske sollte ja jeder heutzutage dabei haben. Die 5 Euro hat man hoffentlich. Die Schnorchellösung bekommt man leider nicht wirklich dicht.


    Damit sollte beantwortet sein, dass ich es nicht vom Hörensagen weiß
    Tauchteufel ... ich habe es erlebt. Wie ich es auch schon geschrieben habe. Ja es war Panik eines Tauchers bei 5m ... Das besondere bei dieser Situation war, dass er es nicht schaffte, an die Wasseroberfläche zu kommen. Dies ist nach nachträglicher Betrachtung völlig ersichtlich, zwar paddeln die Opfer wie die blöden, nutzen aber dabei nicht das Flossenblatt. Das Blei wirft ja ohnehin keine dieser armen Seelen ab. Es war keine Luft mehr vorhanden um das Jacket aufzublasen und die Panik setzte wohlmöglich sprunghaft bei erreichen der wenigen Luft ein. Anders als bei Panik wegen Dunkelheit, bei der die Opfer zumindest den Weg nach oben bereits antreten und die Panik dann ansteigt.


    Bis 0 bar runteratmen? Klar wurde das gesagt Markus, deshalb habe ich überhaupt nur angefangen hier etwas zu schreiben.


    Beim interpretieren von Texten auch einfach ein wenig aufpassen. Und wenn ich schon schreibe "ich will keinen bekehren ..." dann will ich das auch nicht. Ich wollte eingangs nur nicht, dass ein Neuling hier mitliest ... das Posting von kwolf sieht und auf die Idee kommt, mal seine Flasche so mirnichtsdirnichts auf 0 bar runteratmen zu wollen, ohne sich vorher Gedanken darüber zu machen, was eigentlich die Tauchausrüstung dazu sagt. Ja ich weiß, danke für die Bezeichnung, ich weiß ich bin ein Missionar.


    Ob ich es schon mal probiert habe? Klar habe ich das. Jeder einzelne meiner Schüler im Tauchkurs darf auch mal testen wie es ist, wenn die Luft zu neige geht. Bei ihnen reicht allerdings 1,5 atemzühge aus, und die Flasche ist wirklich leer. Ich rate deshalb, das später nochmal unter Aufsicht zu üben.


    Es spricht nichts dagegen, es zu üben, aber es zur Regel zu machen, halte ich für falsch.


    Markus & Teufel ... meine Quelle, dass die meisten Unfälle nähe der Wasseroberfläche passieren (speziell Dekounfälle) aber auch vorrangig Ertrinken, ist nicht zuletzt die Statistik von Holger Göbel, der sich damit auseinandergesetzt hat. Diese Statistik beruht zum großen Teil aus der Auswertung von Uwatec-Rechnern (klarer Fall, er arbeitet ja mittlerweile auch für scubapro). Die Lücke der Statistik ist, dass viele Unfälle ohne Todesfälle schlichtweg nciht berücksichtigt werden konnte. Ansonsten konnte man anhand des geloggten Profils viele Unfälle nachvollziehen.
    Das ist beiweitem keine erschöpfende Statistik, das ist mir schon bewusst, aber davon wird es nie eine geben, bei den noch exisitierenden Dunkelziffern.


    Meine zweite Quelle sind schlichtweg die Unfälle in Hurghada.


    ----
    Ja, ich weiß selber das im flachen Bereich das Licht am besten ist ... es soll ja da auch jeder Tauchen ... aber doch nicht die Flasche leer atmen. Daher ja mein Vorschlag, einfach den Tauchgang 3m flacher, ... dann ist das Licht konstant besser als 3m tiefer ;), und trotzdem mit 30bar Restdruck auftauchen.


    Ihr könnt das doch gerne so handhaben, eure Flasche leerzuatmen, aber versteht auch, das mein Verantwortungsbewusstsein es nicht zulässt, das einfach so im Internet 2ommentarlos stehen zu lassen.


    Das deine Unfälle Markus nie damit zu tun hatten, dass man die flasche runtergeatmet hat, ist ja schön ung gut. Ich selbst habe ja auch schon relativiert und gesagt das es selten ist ... sehr selten sogar, meistens sind die Flaschen ja sogar noch halbvoll ... allerdings sehe ich den Ursprung der wenigen Unfälle durch Leeratmen auch darin, dass viele es schlcihtweg einhalten, mit einer Reserve aufzutauchen. Das ist eine These, richtig. Von der Richtigkeit bzw. Unrichtigkeit dieser These werden wir dann bescheidwissen, wenn es mehrere Leute gibt wie kwolf oder Markus, die gerne ihre Flasche bis zum Milchshake-Zustand leeratmen.


    Ja markus, du hast auch keine moralische Verpflichtung, das stimmt. Eher im Gegenteil. Man sollte nur helfen, wenn man sich nicht selbst gefährdet.


    Tauchteufel ... deine Kritik ist angekommen, allerdings sage ich doch gar nichts gegen 20-30 bar beim Ausstieg? Habe ich doch sogar befürwortet, nur sollte das das Minimum sein. So wie ich dich verstehe, siehst du das ähnlich? Finde ich gut ... habe ich in der Hinsicht wenigstens einen Befürworter :)


    Du hast recht, die Boje etc. sind in diesem Fall die Lebensretter #1. Was ich eher meinte ist, dass ein Schnorchel der unterschätzte Lebensretter #1 ist. irgendwann ist die Pulle nämlich leer und das atmen ohne Schnorchel an der Wasseroberfläche erschöpfend. Wenn man dann 1 oder mehr Tage herumdümpelt, ist das Überleben nur mit diesem Gerät gesichert.


    Der Link ist interessant, wenn auch eher ein Eigentor für dich.
    Die meisten Unfälle entstehen in Unbekannter Tiefe bzw. an der Oberfläche. Das ist ein wirklich enormer Anteil. Meine Aussage war, dass die meisten Unfälle zwischen 0-5m entstehen. Wie ich finde, deckt sich das wunderbar mit deiner Statistik.


    Und interessant ist deine Ansage, was ich bereits gemacht haben soll und was nicht ;) Es mag im Internet oft der Fall sein, aber ganz sicher plabber ich hier nicht von Dingen mit solchem Nachdruck, von denen ich nicht die Spur einer Ahnung habe bzw. keine Erfahrungswerte nachweisen kann.


    Ihr übt also das Retten von panischen Tauchern in Spezialkursen? Finde ich klasse ... lasse ich auch üben. Und woher ziehst du deine Schlüsse, dass ich damit noch nie etwas zu tun gehabt habe? Es wäre sehr schön, wenn du recht hättest, aber leider ist das nicht so.


    Ich selbst lasse das Retten auch in Kursen üben ... und selbst gerettet habe ich auch schon. Im übrigen ist es mit Tauchausrüstung (und nötiger Reserve) einfach einen panischen Taucher an der Wasseroberfläche zu retten. Man muss bloß unter den Taucher durchtauchen und für Auftrieb sorgen. Wenn er an der Oberfläche panisch umherfuchtelt, hindert dich gar nichts von unten/hinten heranzutauchen und das Blei abzuwerfen ... un wenn er dich doch daran hindert, einfach in 2m Wassertiefe entspannt auf das aufhören der Fuchtelei warten.


    Im Grunde "attakieren" panische Taucher an der Oberfläche hauptsächlich Schwimmkörper in Sichtweise und fixieren meistens ein Boot oder dergleichen. Sie schaffen das hinschwimmen nur nicht, weil sie beschäftigt sind, den Abtrib ihres Geräts auszugleichen. Daher ist es schon gut möglich, die Flasche des Opfers zwischen die Beine zu klemmen und dort in Sicherheit zu warten. "Attakiert" wird man dabei nicht, man wird nichteinmal bemerkt.


    Und unter Wasser ist es ähnlich ... rann an die Flasche (von unten und hinten) und auftauchen. Wenn er dir zu schnell ist, dann halt hochschießnen lassen. Lieber keine Deko bei sich selbst riskieren und das Opfer vorm Ertrinken bewahren.


    Schöne abendliche Grüße
    Lotuz

  • Hey Markus,


    wollte es erst per pn schreiben, nun doch aber hier.


    Dein letzter beitrag liest sich doch viel entspannter, da hätte ich persönlich als Missionar der Internetwelt nichteinmal was dazu gesagt ;)


    Deine Unfallschilderung klingt nicht wie Angeberei, finde ich zumindest. Es ist immer gut, von anderen Situationen zu lernen.


    Eine Frage hätte ich dazu. Wie kam es eigentlich dazu, dass du einen Ausreißer gerettet hast, der scheinbar nicht dein Buddy war (ansonsten gehe ich mal davon aus, dass du die schläuche hättest zuordnen können)? Ich dachte du bist für den Rest der Meute nicht verantwortlich? ;)


    Das ist genau das, was ich meine. Es ist schwer eine Situation als einfach oder sicher einzustufen. Da kommt sowas daher, und die instinktive Handlung verbietet jede objektive Sicherheitsbetrachtung. Mehr wollte ich anfänglich auch gar nicht sagen.


    Grüße nach H-no-fair ;) (muhaha .. wie kreativ auf den Abend)
    Lotuz

  • Hi Lotuz


    Quote

    Original von Lotuz
    wollte es erst per pn schreiben, nun doch aber hier.


    Positives IMMER öffentlich. Kritik bitte per PN ;)


    War im Hemmor unterm Rüttler.
    Hergang wie leider oft: Abblasender Automat, wildes Gefummel, Erkenntnis, daß er's nicht hinbekommt, große Augen, Aufzug nach oben.


    Beim Abhalten von Dummfug ist mir allerdings das Tau, was vom Boden bis nach oben geht, zu Hilfe gekommen. Hätte ansonsten auch übler ausgehen können. Er war zwar wohl noch weit in der Nullzeit, das interessiert aber die Lunge wenig. Hab 'n Cheesburger und 'ne Cola bekommen.


    So, jetzt aber genug OT


    Schönen Gruß
    Markus

    Ich kann garnicht tauchen. Mein karges Wissen habe ich aus anderen Foren. Ich rede hier nur schlau mit und versuche Frauen kennenzulernen.
    Wenn ich in Safaga tauche, werde nicht ich nass - Das Rote Meer wird Markus.
    Zwei Tage nach meinem OWD war Arielle nur noch Meerfrau.

    Edited once, last by Markus ().