Runtime oder doch lieber Stoptime ?

  • Hallo Zusammen,


    ich selbst tauche nach runtime. Ein Bekannter von mir taucht nach stoptime, was mich neugierig gemacht hat.


    Ich persönlich könnte mir vorstellen, dass die stoptime taucherei viel stressfreier in der Deko verläuft als beim tauchen nach runtime.


    Aber wie sieht die Praxis aus, wie sind eure Erfahrungen dazu ?


    Gruß
    Steffen

  • Ich tauche Stoptime und finde es viel entspannter.
    Das Risiko bei Runtime liegt darin, dass man verbummelte Zeit wo anderes wieder reinholen möchte und ggf. Stops ausläßt oder kürzt.
    Die verbumemelte Zeit die ganze Zeit "mitziehen" empfinde ich als anstrengend.
    Bei Stoptime sollte man meiner Meinung nach trotzdem nicht die Gesamttauchzeit aus acht lassen und wenn man irgendwo extrem verbummelt hat, die Deko entsprechend anpassen.


    Grüsse
    Anke

  • Hallo Steffen,


    kann ich so unterschreiben. ;)
    Ich bin bis vor kurzem immer nach Runtime getaucht.
    Mittlerweile schreibe ich nur die Stopzeiten auf und finde es deutlich entspannter.
    Ist aber sicher eine Geschmackssache, probiere es einfach mal aus.


    Viele Grüsse Rocco!

    ------FOERDESCHLOSSER-----


    „Das Meer ist alles. Es bedeckt sieben Zehntel der Erde. Sein Atem ist rein und gesund. Es ist eine immense Wüste, wo ein Mann nie alleine ist, in dem er fühlen kann, wie das Leben aller in ihm bebt. Das Meer ist nur ein Behälter für alle die ungeheuren, übernatürlichen Dinge, die darin existieren; es ist nicht nur Bewegung und Liebe; es ist die lebende Unendlichkeit.“ Jule Verne

    Edited once, last by rocco ().

  • Ich bevorzuge auch Stop-Times. Ist halt bequemer!
    So braucht man nicht ständig gegenrechnen weil man bei auftauchen zur nächsten Stufe was verbummelt hat...
    Zeit absitzen und weiter zum nächsten Stop.
    Aber wie Anke schon gesagt hat: "Die Gesamtzeit trotzdem nicht ausser acht lassen." Es soll ja kein Freifahrtschein fürs bummeln sein ;)

  • Hallöchen Chris,


    bei Runtime wird nach Zeit getaucht.
    Du muss deine Tiefe um eine bestimmt Zeit verlasen, hast dann einen Zeitpunkt, bei dem du auf deiner Dekostufe angekommen sein musst, dort die (Stoptime) absitzen und dann nach der exakten Zeit weiter .
    Das ist wirklich plan your dive and dive your plan auf die Minute genau.
    Da ist kein Spielraum für bummeln oder ähnliches.


    Bei Stoptime schreibst du nur deine Dekostufen und Stopzeiten auf. Ob du da 1 Min. fürher oder später ankommst, ist innerhalb einer gewissen Toleranz möglich. Du muss keine Zeit einholen, nur deine Stopzeit absitzen.


    Ich hoffe das war so verständlich ausgedrückt.


    Grüsse
    Anke


  • Ja ok, habs verstanden. Danke

    :kniefall:Königreich Württemberg - furchtlos und treu :kniefall:

  • Ok in kurzform:


    Beispiel: (nur exemplarisch)


    58m 20 min Grundzeit erster Stop 40m Aufstiegsrate 6m/min.


    Tiefe Zeit Runtime
    58m 20min 20min
    40m 1min 24min (20min Grundzeit+3min Aufstieg+1min Stopzeit)
    ...


    Runtime:
    Ich verlasse den 1.Stop nach 24min


    Stoptime:
    Ich verlasse den 1. Stop nach 1min Verweilzeit.


    Gruß
    Steffen


    Ups, jetzt gleich drei Antworten !!!!

  • Einer Runtime tauchst du immer hinterher ... das ist unnötiger Stress!


    Stoptime ist da schon besser ... Das wichtigste ist dass du Deko grundsätzlich verstehst und weißt was du machen kannst oder besser lässt ...

  • Hallo,


    wenn ich überhaupt danach tauche, dann schreibe ich beides auf, jedoch wird verbummelte Runtime nicht aufgeholt.


    In Kursen möchte ich, dass korrekt nach Plan getaucht wird, also wird eine Runtimetafel mit Stoppzeiten erstellt und danach getaucht.


    In meinen privaten Tauchgängen verwende ich laminierte Tabellen, die ich für die entsprechenden Zieltiefen erstellt habe, mit variablen Zeiten.
    Die sind für mich am angenehmsten. Auch hier sind die Stoppzeiten, aber auch die runtime eingetragen. War eigentlich immer stressfrei.


    In letzter Zeit bin ich dann dazu übergegangen bis 60m nach Ratiodeco zu tauchen, ist noch entspannter.

  • Hi,


    bin zuerst nach runtime getaucht.


    Tauche nun schon länger stoptime bzw. bis 18/45 nach ratiodeko.


    Habe mir Tabellen erstellt mit verschiedenen Grundzeiten, Gasen incl. Gasausfallplan.


    Stoptime taucht sich viel entspannter.


    Problem bei runtime sehe ich, was tun wenn runtime nicht mehr stimmt, insbes. was tun bei längerer GZ oder längerem Aufstieg.


    Wie schon geschrieben Gesamttauchzeit nicht ausser Acht lassen.


    Gruesse Anne

    "Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die andern können mich"
    Konrad Adenauer
    DWDD :engelNX:

  • Quote

    Original von Timo
    ... Das wichtigste ist dass du Deko grundsätzlich verstehst und weißt was du machen kannst oder besser lässt ...


    Hm...
    scheint mir ein recht beliebtes Totschlagargument zu werden.
    Es gibt allerdings 'ne Menge Leute, bei denen ich mir recht sicher bin, daß sie der Vorgang nie verstanden haben und die trotzdem sicher damit tauchen (bei Pressluft viele, bei Mix immer noch einige).
    Wenn ich Auto fahre, muß ich auch nicht verstehen, wie Motor und Bremse funktionieren, um beide sicher anzuwenden.
    Wie sieht's denn beim Tauchen oft aus? Nach Tabelle tauchen und gut ist es. Wenn man die anvisierten Zeiten deutlich verlässt, nimmt man die nächste Tabelle (dabei haben wäre nett) oder schätzt zu den Stops etwas dazu. Dazu muß man nur wissen, wie die Stopps so verteilt sind (Erfahrung, ist ja immer ähnlich)


    Zur Frage: Früher Runtime, heute Stop. Wie viele hier.


    Schönen Gruß
    Markus

    Ich kann garnicht tauchen. Mein karges Wissen habe ich aus anderen Foren. Ich rede hier nur schlau mit und versuche Frauen kennenzulernen.
    Wenn ich in Safaga tauche, werde nicht ich nass - Das Rote Meer wird Markus.
    Zwei Tage nach meinem OWD war Arielle nur noch Meerfrau.

  • Markus


    Ich glaube Timo hat vielmehr gemeint, wie die anderen auch, dass man die Gesamtzeit nicht aus den Augen lassen sollte und man durch das tauchen nach Stoptime trotzdem in gewissen Zeitfenstern bleiben sollte.


    Da spielt die Erfahrung nach meiner Meinung des einzelnen sicher auch eine Rolle, wie eng man diese Zeitfenster sich steckt bzw. stecken kann.
    Ich muß auch Timo recht geben, dass man schon so halbwegs Wissen sollte was beim Tauchen bzw. Deko mit meinem Körper passiert.
    Das Wissen darüber verschafft einem dann auch den nötigen Respekt vor der Sache.


    Gruß
    Steffen

  • Hallo Markus,



    Etwas ueberspitzt formuliert, man muss sicher keine Programme schreiben koennen, um die Deko berechnen zu koennen, aber verstanden sollte man doch haben. ;) Wichtigstes Instrument bleibt immer noch der Kopf. :-D Sei dies zur Tabellenerstellung oder auch UW, bei veränderten Parametern.


    Gruesse Anne

    "Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die andern können mich"
    Konrad Adenauer
    DWDD :engelNX:

  • Hi Annerose,

    Quote

    Original von Anna
    Etwas ueberspitzt formuliert, man muss sicher keine Programme schreiben koennen, um die Deko berechnen zu koennen, aber verstanden sollte man doch haben.


    da ist erstmal die Frage, was "verstanden haben" dabei bedeutet.
    Wie weit sollte das ins Detail gehen?
    Nur Bühlmann oder schon in Richtung Blasenbasiert?
    Im 2. Fall sehe ich nicht unbedingt Schwarz aber schon ein dunkeles Grau (Bühlmann hell- mittelgrau)


    Verstehen bedeutet meiner Meinung nach, daß man grundsätzlich in der Lage ist, die Deko zu berechnen. Was ich damit nicht meine, ist ein Programm mit ein paar Parametern zu füttern und das Ergebnis einzulaminieren.


    Ich denke, es genügt vollkommen, zu wissen, wie man zu seinen Tabellen kommt, wie man diese anwendet, und welche Zeiten wie zu verbiegen sind, um den Kopf im Fall des Falles aus der Schlinge zu ziehen. Keinesfalls weniger aber auch nicht zwingend mehr, wobei ein mehr an Hintergrundwissen natürlich immer zu bevorzugen ist - schon deshalb, damit man zwischen den Tauchgängen mal ein anderes Thema hat, als die üblichen Tauchgeschichten. =)


    Schönen Gruß
    Markus

    Ich kann garnicht tauchen. Mein karges Wissen habe ich aus anderen Foren. Ich rede hier nur schlau mit und versuche Frauen kennenzulernen.
    Wenn ich in Safaga tauche, werde nicht ich nass - Das Rote Meer wird Markus.
    Zwei Tage nach meinem OWD war Arielle nur noch Meerfrau.

  • Runtime machen die meisten am Anfang, Stoptime dann spaeter die Erfahrenen.


    Hauptargument ist wirklich, dass bei Runtime einige, die es nicht verstanden haben, versuchen auf der Tiefe verbummelte Zeit aufzuholen und dies passiert dann auf den tiefen, also den wichtigen Dekostops.


    Viele Gruesse


    Micha

  • Die Frage ist natürlich, ob sie wirklich die Zeit verbummelt haben, oder es nur so aussieht? Wenn sie durch eine langsamere Aufstiegsgeschwindigkeit den Stop eigentlich nicht brauchen? Wie war das Michael, mal kurz am A... kratzen???
    Aber mal davon abgesehen, Runtime hinterherhecheln macht doch wohl keiner mehr? Die Ausbildung ist doch auch wesentlich verbessert worden.

  • [OFF TOPIC]


    Quote

    Original von Frank2007
    Die Ausbildung ist doch auch wesentlich verbessert worden.


    Die Botschaft hör’ ich wohl, allein mir fehlt der Glaube...



    ... wenn ich an die Inflation an Programmen und Instrukteure in diesem Bereich denke, die die "klassischen" Sporttauchausbilder gerade auf den Markt schmeissen.



    [/OFF TOPIC]