Klebstoff für POM

  • Hallo,


    auf der Boot ist jedes Jahr so ein kleiner Stand, der speziellen Klebstoff anbietet.


    Leider habe ich die Verpackung nicht mehr und weis nicht wie der Laden heist.


    Ich brauche einen Kleber der POM verklebt


    Kann mir da jemand helfen?

  • moin,
    kuddel, tower kleben ? meinst anner KISSte ?
    das wäre erst noch ne idee ... mich nervts nämlich ein bissl das die ab und an mit abgehen wenn man die schläche wegmacht.
    erzählt mal wie ihr das habt ... würdet ihr den oring mit einkleben oder draussen lassen ?
    was wenns undicht ist .. geht das überhaupt ?

    Gruß
    Olli
    _______________________


    Planung ersetzt Zufall durch Irrtum

  • Hallo Tom,
    hab da ja keine ahnug von, deshalb hab ich vorher mal so doof gefragt ...
    warum genau klebt man denn keine o-ringe ein deiner meinung nach ?

    Gruß
    Olli
    _______________________


    Planung ersetzt Zufall durch Irrtum

  • Hi Olli,


    zum Einen kenne ich keinen Klebstoff der gleichzeitig Kautschuk / PE / PTFE und feste Materialien wie Z.B.POM oder Alu dauerhaft kleben könnte.


    Zum Andern ergibt sich die Dichtfunktion des O-Rings u.a. durch seine Deformation in der entsprechend dafür ausgelegten Nut.

  • Die Kleber der Boot-Zauberkiste halten bei POM oder Dessault Flossenblättern nicht. Lorenz Krüger hatte mal was aus POM geklebt, aber das war mit Glasfasermatrix, die nach dem Wegätzen des POM blieb, und dann sich mit dem Kleber wieder vernetzte.

  • Hallo,


    Pom / Delrin lässt sich nicht dauerhaft duch eine Klebeverbindung fixieren, nur eine Schweissverbindung mit Eigenmaterial wäre eine belastbare Dauerverbindung!


    Der Grund ist, das die meisten technische Klebstoffe nach dem aushärten fest werden, die bei unterschiedlichen Beanspruchungen den Ausdehnungskoiffizent den Trägermaterials nicht mitgehen können!


    Flexible Klebstoffe sind mit nicht bekannt, die dauerhaft druckfest oder Meerwasser beständig wären!


    Gruß Andy

  • Moin, warum sich was mit wem nicht verkleben lässt, liegt meistens an den Polaritäten der Oberflächen (sagen die Chemiker). Diese Primer für Kunststoffe, z.T. auch Hitze, wirken über die Veränderung der Polarität, indem sie in oberflachennahen Molekülen eine Veränderung bewirken. Einige Kunsstoffe, wie POM, PP, PE, können einen da bisweilen Probleme machen.

  • Andy, du meinst das sicher auf Delrin bezogen? Ansonsten würde ich jetzt Pattex, Weicon flex+bond, Sica, Aquasure, Rema SC 2000/4000, helastopakt, Black Witch, usw. einwerfen. Nicht zu vergessen vieles von Wacker Chemie, zB Omnivisc 1002.

  • Quote

    Original von MatV
    Andy, du meinst das sicher auf Delrin bezogen? Ansonsten würde ich jetzt Pattex, Weicon flex+bond, Sica, Aquasure, Rema SC 2000/4000, helastopakt, Black Witch, usw. einwerfen. Nicht zu vergessen vieles von Wacker Chemie, zB Omnivisc 1002.



    MatV ,


    Delrin und Pom ist das gleiche, sie unterscheiden sich etwas in der elektrischen Leitfähigkeit und andere unwichtigen Zusammensetzung!


    Delrin= DuPont
    POM= Höchst


    geschäftlich haben wir schon mehrfach versucht beide Materialen zu verkleben und experimentiert!
    Schweisen mit Eigenmaterial bleibt die beste Lösung!


    Nach 20 Jahren in der Kunststoffherstellung weiss ich wovon ich rede, es gibt wenige Klebeverbindungen die auf geringe Beanspruchung braubare Haltbarkeit erzielen, aber in mechanischer Beanspruchung wird eine Klebung nicht haltbar sein und unter Druck schon gar nicht!


    Ich habe schon versucht diverse Druckdosen für den automotiven Bereich zu kleben, da kostengünstiger, leider bisher ohne Erfolg!


    Der Markt gibt mechanisch belastbare Klebstoffe im Kunstoffbereich nichts brauchbares her!


    Gruß Andy


  • aha...... :-D



    Grüße
    Westo

    Echte Männer essen keinen Honig, echte Männer kauen Bienen.

  • Delrin=POM-H= Polyoxymethylen-Homopolymer
    In Deutschland ist in der Industrie und damit wohl auch bei den ganzen Eigenbau-Akkutanks etc. das POM-C = Polyoxymethylen-Copolymer verbreitet. Es hat einen um etwa 10°C niedrigeren Schmelzpunkt (~166 vs ~176°C) und geringere Reißdehnung im Vergleich zum Homopolymer, bei ansonsten vergleichbaren Eigenschaften. Wer da jetzt letztlich was herstellt, will ich nicht recherchieren - das Patent auf POM hat aber meines Wissens nach Dupont als erstes eingereicht...
    Beiden Polymeren gemeinsam ist aber, dass sie sich haltbar eigentlich nur nach oxidativer Oberflächenbehandlung, d.h. z.B. Behandlung mit Phosphorsäure, kleben lassen. (Der Grund dafür ist die unpolare Oberfläche des unbehandelten Materials) Selbst nach dieser Behandlung sind Verklebungen nicht besonders haltbar. Ich kann also nur empfehlen, nach Möglichkeit aufs kleben zu verzichten und nach Möglichkeit zu schrauben - oder direkt ein komplettes Bauteil neu herstellen zu lassen.

  • Andy.. Ich weiß jetzt nicht recht, was ich sagen soll. Also z.B. dass meine Erfahrungen mit thermischem Kunststoffschweißen schon vor 35 Jahren anfingen... Oder dass aufgrund der neuen Schrägaufprallprüfungen im Automobilbau große Anstrengungen erfolgreich unternommen werden, in vorhandene Fahrgastzellenprofile (die ja für andere Märkte so bleiben) Kunststoffschauminliner einzuziehen, die dann zusätzlich mit längslaufenden Klebewürsten mit dem Blech und sich verklebt werden. Laut Schnittbildern aus dem Prüffeld hält die Verklebung auch noch noch dem Bemessungsaufprall.
    Kann es sein, dass du etwas ganz anderes ausdrücken wolltest, als was du geschrieben hast? Das es schwieriger bis unmöglich zu klebende Verbindungen gibt, darüber sind wir uns ja einig.

  • Vielen Dank für die vielen Fachbeiträge über polymere Kunststoffe


    Kuddel


    Du hast es erraten, habe die Tower geklebt bzw. "gedichtet", denn wenn ein Gewinde vorhanden ist, dann geht es ja nur noch um dichten, da die mechanische Festigkeit bereits gegeben ist