DIR Schlauchführung

  • Hi,


    ja, ist mir bekannt – es wurde schon viel über Schlauchführungen geschrieben – allerdings nicht das Folgende ;o)


    Bitte keine Verbandsdiskussion.


    Voraussetzung: Zwei erste Stufen, Anschlüsse für langen und kurzen Schlauch, Inflator und Fini - Trockibefüllung erfolgt aus einer extra ersten Stufe.


    Schlauchbestückung nach DIR:


    Rechte Erste Stufe (in Fahrtrichtung): Langer Schlauch und Inflator
    Linke Erste Stufe: Kurzer Schlauch und Fini


    Meine Konfig:


    Rechte erste Stufe: Langer Schlauch
    Linke Erste Stufe: Kurzer Schlauch, Fini, Inflator (38 cm)


    Grund:
    Habe ich an der rechten ersten Stufe den langen Schlauch und den Inflator setzte ich diese erste Stufe der meisten „Arbeit“ aus – Atmung und Wingbefüllung, dies evtl. teilweise zeitgleich. Die zweite Stufe jedoch dient nur der Anzeige (Fini) und der Redundanz (kurzer Schlauch, sekundärer Regler)


    Bei meiner Schlauchkonfiguration habe ich beide erste Stufen im Einsatz, kann mir sicher sein, dass auch beide funktionieren (klar teste ich das vor jedem Tauchgang ;o) da ich von der einen meine primär Luft beziehe und mit der anderen mein Wing fülle. Ferner „überlaste“ ich keine der Stufen durch „Mehrfachnutzung“ – Vereisung!?


    Frage:
    Welchen Grund hat die DIR Konfiguration – Eine erste Stufe hat die volle Arbeit zu erledigen - die andere wartet nur auf ihren Einsatz?


    Vielen Dank für die Info – viele Grüße


    Bo

  • Hi Bobo,


    du kannst durch den Inflator atmen wenn du während einer Gasspende
    Probleme mit deinem Zweitautomaten bekommen solltest oder sich das Ventil durch Deckenkontakt zudreht. Könnte passieren das du in dem Moment durch diverse Ursachen dein Ventil nicht bedienen kannst und dein Partner aber während der Gasspende vor dir taucht (Höhlen- oder Wrackengstellen).
    Solltest du aber vorher mal bißchen üben die Inflatoratmung.
    Da das DIR- Prinzip so gedacht ist, mit der gleichen Konfiguration alle Tauchgänge bewältigen zu können wird auch bei Freiwassertauchgängen so getaucht, ohne Schläuche hin und her zu schrauben.


    Wenn du soviel tarieren musst das deine 1. Stufe so belastet wird solltest du lieber daran arbeiten oder etwas Blei weglassen :D


    Nur ein Scherz... =)


    Viele Grüße
    Uwe

  • Sers,
    ein anderer Grund ist, wenn du einen Vereiser im Inflator hast, kannst du mit der Rechten Hand die rechte Stufe abdrehen, während du links den Inflator oder den Schnellablass bedienst. Wenn der Inflator vereist, kannst du ihr nach kurzer Zeit nicht mehr abklemmen, da die Kupplung auf den Nippel friert.


    Gruß Markus

  • Salut,


    rein interessehalber, weil man das ja immer wieder in Forenbeiträgen liest und ich mir nichts drunter vorstellen kann. Waran erkennt man denn, dass eine erste Stufe überlastet wird? Und was passiert dann? Blockiert sie dann?


    Grüße Christian

    115% meines Wissen kommt aus meiner Einbildung.
    Und den Rest sauge ich mir aus den Fingern.

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  • Moin zusammen,


    da ich immer wieder davon lese, dass das linke Ventil durch Deckenkontakt zugedreht sein könnte, werfe ich mal 2 Frage in den Netzorbit:


    1. Ist das wirklich schon mal jemandem passiert? Ich kann es mir einfach nicht vorstellen, dass man dermaßen an der Decke entlangschrappt, dass sich ein vollständig geöffnetes Ventil komplett schließt. Ich schätze, das dürfte sogar schwierig sein, wenn ich das forciere.
    Es ist zwar meiner Meinung nach durchaus sinnstiftend, alle Eventualitäten zu bedenken, aber wenn die Wahrscheinlichkeit so sehr in der Nähe von Null ist, wird es igendwann komisch.
    Wenn ein Loch so eng ist, dass ich nicht mehr an meine Ventile komme, bleibe ich einfach draußen. Wenn ich in größeren Löchern trotzdem permanenten Deckenkontakt habe, bleibe ich ebenfalls draußen und übe noch ein wenig.


    2. Wenn es wirklich so wichtig ist, frage ich mich, warum kein Hersteller ein Ventil mit Linksgewinde auf den Markt wirft. Wäre doch 'ne dolle Sache. Wenn man damit als erster am Markt ist, könnte doch einiges an Geld verdient werden.
    Das hätte sogar den Vorteil, dass man nie überlegen müsste, wie es jetzt geschlossen wird (Gut, habe ich jetzt kein Problem mit, aber so mancher ist schon am überlegen). Beide Ventile werden von oben gegriffen und die Hand wird dann drehend Richtung Körper bewegt. Zack, zu sind se.
    Falls diese Idee einen Hersteller begeistert, können wir uns sicherlich einigen. Einen geringen Betrag und die Zusage, dass diese Kombination nach mir benannt wird, sollte mir schon reichen :D


    Schönen Gruss
    Markus

    Ich kann garnicht tauchen. Mein karges Wissen habe ich aus anderen Foren. Ich rede hier nur schlau mit und versuche Frauen kennenzulernen.
    Wenn ich in Safaga tauche, werde nicht ich nass - Das Rote Meer wird Markus.
    Zwei Tage nach meinem OWD war Arielle nur noch Meerfrau.

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  • Hallo Markus,


    mir ist es schon passiert. ;) Es gibt halt schoene enge Passagen :-D


    Viele Gruesse Anne

    "Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die andern können mich"
    Konrad Adenauer
    DWDD :engelNX:

  • Hallo Bobo,


    zum Thema zurück: Mal folgender Gedanke


    Du hast 2 gleichwertige Regler (gleiche Marke, gleiches Model der Einfachheit halber) und deine Schlauchkonfiguration. Dein Hauptautomat vereist wegen viel "Arbeit" nur durch das Atmen und du musst ihn zudrehen. In diesem Moment wechselst du auf das gleiche System jedoch wird nun statt nur geatmet (vielleicht auch etwas unter Stress durch den Wechsel, höheres AMV) auch noch tariert. Da hast du dann eine noch größere Belastung auf dieser Stufe. Daher wäre ja auch direkt die Möglichkeit vorhanden, dass dir diese unten den Bedingungen ebenfalls vereist.


    Gleiche Situation mit DIR-Schlauchführung: Du kannst nun zwar nicht mehr mit dem Wing/Jacket tarieren (per Knopfdruck) hast aber noch den Trocki als Redundanz. Dein Backup wird auch weniger beansprucht, da er nur den Automaten versorgen muss und nicht gleichzeitig noch dein Wing. Daher das "Risiko" für einen Vereiser geringer.
    Der Backup-Automat ist in dem System eben NUR als Redundanz gedacht und sollte daher auch weniger Belastung im Fall der Fälle bekommen.


    Und man kann natürlich auch per Mund auch das Wing noch aufblasen falls man keinen Trocki zur Hand haben sollte ;)

  • Hi zusammen,


    nun gut. Ich stelle fest, dass ich mich anscheinend in Punkt 1 geirrt habe. Mag mit daran liegen, dass ich großen Respekt (gefälligeres Wort für Angst) bei Höhlen habe, wo es recht eng wird. Zumindest ich bleibe solchen Stellen fern. Aber ich bin ja nicht das Maß der Dinge (naja, eigentlich schon :loool: )


    Damit kommt Punkt 2 wieder auf's Tapet.
    Wären die Probleme vom Tisch, wenn man das linke Ventil gegen eines mit Linksgewinde tauscht? (Mal davon ab, dass es dann die Möglichkeit einer unterschiedlichen Konfiguration mit dem Tauchpartner gibt, aber das lässt sich sicherlich bewältigen. Entweder ich sage es ihm oder er rüstet auch um).


    Schönen Gruss
    Markus



    EDIT: Ich bitte das OT zu entschuldigen, aber es ist ja noch recht übersichtlich

    Ich kann garnicht tauchen. Mein karges Wissen habe ich aus anderen Foren. Ich rede hier nur schlau mit und versuche Frauen kennenzulernen.
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  • Hallo,


    ich glaube, die Begründung ist viel einfacher:


    Für den Fall, dass der Hauptautomat wegen eines Defektes abgedreht werden muss, bleiben bei der Schlauchkonfig nach DIR beide Tariermöglichkeiten erhalten (Wing mit dem Mund - haben wir früher bis zum Abwinken geübt, Troko mit dem Inflator).


    Wird der Wing-Inflator an den Zweitregler montiert, ist der Troko nicht mehr mit Luft zu versorgen. (Kann manchmal doch sehr wichtig sein - Redundanz für den Auftrieb ist weg).


    Wenn dein Hauptregler durch Atmung und Tarierung überbansprucht wird, hast Du vermutlich einen Regler, der nur fürs Hallenbad reicht. Aber mal ernst. Werden Tarierung und Atmung über eine 1. Sufe nacheinander durchgeführt, wird kein moderner Atemregler überlastet. Dies könnte nur bei gleichzeitiger extremer Luftentnahme geschehen. Man sollte dann das "Tarieren und Atmen nacheinander" üben, bis es in Neopren und Gummi eingegangen ist.


    Ein moderner Atemregler schafft (nach Herstellerangaben bis zu 2000 l/min). Atmung (extrem) vielleicht 400 l/m (Stress und große Tiefe), hinzu kommt gleichzeitig der Inflator mit 100 l/min, mach ca. 500 l/min. Damit ist erst 25% der max. Luftlieferleistung erreicht. Dies sollte ein Regler abkönnen.

  • :schlafen:


    möge sich jeder Gedanken zu seiner Ausrüstung und zu den Gründen einer bestimmten Konfiguration machen. Es werden die richtigen sein.


    Ist es nicht sehr unwahrscheinlich, dass mein Buddy ein Problem hat, ich ihn versorgen muss, mein Inflator zufriert, ich meine Ventile zugedreht habe, mein Backup nicht funzt? Auch mal darüber nachgedacht, wie lange ich tatsächlich noch unter Wasser atmen könnte bei 500 Litern die Minute mal zwei Personen?
    Möglicherweise ist das der Tag, an dem der liebe Gott gewollt hat das ich sterbe.
    ;)

    *** taste the feeling with Bea ***


    :engelNX: (... immer ein bisschen Licht dabei haben :kerze: )
    DWDD


    "Das Meer ist der letzte freie Ort auf dieser Welt"
    (Ernest Hemingway)

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