Ausrüstung und Verhalten beim Eistauchen

  • Hallo Leutz....,


    hab da was von nem Unfall von 2 Tauchern beim Eistauchen gesehen und möchte das Thema mal hier ins Forum stellen....


    Mich würde interessieren, was Ihr beim Eistauchen beachtet und auf welche Sicherheitsmassnahmen Ihr gesteigerten Wert legt....


    Ich hab mich mit dem Thema noch nicht sonderlich auseinander gesetzt, weil ich denke, dass meine Taucherischen Fähigkeiten noch weit von den Anforderungen entfernt sind :-D.
    Allerdings scheint es so zu sein, dass bei dem Unfall die beiden Taucher im Wasser waren und niemand am Land gesichert hat.
    Also..., mein Kumpel geht nie ohne Sicherung zum Tauchen unter dem Eis.
    Er macht es so, dass einer mit der Leine draußen bleibt und sichert.
    Keinen Ahnung, ob das die DIR Methode ist, es scheint aber zumindest ein logischer Vorgrn zu sein.....


    So, raus mit euren Meinungen..........


    edit by Torro: Thread ins Ausbildungsforum verschoben



    Antares

  • Hi Antares,


    ja beim Eistauchen sollte man einige Dinge beachten. Natürlich muß die Ausrüstung kaltwassertauglich sein und man sollte mit 2 voneinander getrennt absperrbaren Stufen tauchen. Entsprechender Kälteschutz ist auch unabdingbar (Trocki).


    Desweiteren:


    - nur mit Seilsicherung - maximale Länge 50 Meter
    - jedes Team sollte von einer Sicherheitsgruppe mit eigener Seilsicherung überwacht werden
    - zusammen mit dem Signalmann überwacht die Sicherheitsgruppe, der Signalmann ist Sicherungsposten und koordiniert die Kommunikation
    - max. 4-5 Signale absprechen und Sicherungsleine straff halten
    - Sicherungsleine sollte robust sein, Grußßenführer hat es um die Hüfte, Sicherungspsoetn ebenfalls.
    - Buddyleine im Team verwenden, max. 1 m lang, um die Handgelenke gewickelt
    - UW-Kurs vorher mit allen Beteiligten absprechen und einfach halten (90°-Drehungen).
    - Einstiegsloch sollte in Ufernäher sein. Ist dann leichter wieder zu finden als mitten auf dem See
    - nicht zu weit vom Loch entfernen, nicht zu tief tauchen.
    - häufige Kontrolle der Luft und er Ausrüstung.



    Also das wichtigste ist eine gute Planung, das Sicherungseil und der Sicherungstrupp. Dann kann Eistauchen schön und sicher sein...

  • Entnommen aus einem früheren Beitrag und leicht modifiziert (man lernt ja nie aus ;) )


    Ausrüstung:
    Doppelpack oder Monoflasche mit grosser Gasreserve.
    Zwei von einander unabhägig absperrbare Ventile, am besten so konfiguriert, dass man selbstständig die Ventile betätigen kann (öffnen/schliessen) kann
    Zwei Regler (1.+2.Stufe) membrangesteuert und kaltwassergeeignet
    Vernünftiges Wing (BackPlate, Harness) oder Jacket mit entsprechendem Auftrieb
    Trockentauchanzug mit seperatem Gasvorrat (Luft, Argon)
    Lampe(n) - im Stressfall auch als Signalgebung unter/durch das Eis
    Ersatzmaske
    Kompass
    Bei Leinenführung: bruchfestes, farbiges und erkennbares Seil (8-10mm) mit Eisschraube auf dem Eis und unter dem Eis gesichert, schwimmend?
    Boltsnap für die Verbindung Taucher-Seil
    evtl. Buddyleine (Taucher-Taucher bzw. Taucher-Leine)


    Allgm.:
    Ausbildung und Erfahrung in kaltem Gewässer
    Gute Mischung des BuddyTeams (Erfahrung hilft weniger Erfahrendem)
    Mentale und sportliche Vorbereitung auf einen EisTG, evtl. vorheriges Üben im Pool oder im offenen Gewässer
    Planung des TGs mit dem Buddy (Buddy-Awareness) unter Beachtung einer möglichen Stress-Situation/Unfall
    Planung und Absprache mit den Sicherungstauchern/2.Team



    Tauchgang:
    Geeigneter Einstieg, mind. Tiefe 3m oder mehr (Schmutzaufwirbelung)
    Geigneter Notausstieg am Ufer, evtl. 2. und 3. Ausstieg am Ufer
    Einstieg als Dreieck aussägen und unter die Eisschicht schieben
    Evtl. Schnee wegfegen und sternförmig Richtung Ausstieg markieren
    Seil(e) mit Eisschraube am Einstieg befestigen und weiterfürend am Ufer befestigen (Auto, Baum, etc.)
    Absprache mit evtl. Leinenführer, Freunden an der Oberfläche und/oder Stand-By-Tauchern
    Aufwärmen nach dem TG - No Alcohol !!



    Das sollen jetzt mal ein paar Gedanken zum Eistauchen sein. Klar das eine Ausbildung immer von Vorteil ist...


    Für die einen entspricht ein EisTG dem oberen Limit des Sporttauchens, für andere ist es eher einem technischen TG entsprechend dem eines HöhlenTGs (Overhead Environment, sprich kein direkter Aufstieg möglich). Ob es für den Normal-Sporttaucher oder dem höhlenerfahrenen Techn. Taucher nötig und sinnvoll ist mit Reel und Caveline unter Eis zu arbeiten stell ich mal in Frage. Bei einem HöhlenTG hab ich zumindest den Höhlengang als Orientierung zum Ausgang bei einem Verlust der Leine, bei einem EisTg hab ich nur annähernd gleiche Orientierungsmöglichkeiten.


    Vielleicht hat jemand mehr Erfahrung bei der Umsetzung von HöhlenTG-Szenarien beim Eistauchen und mag davon berichten.
    Zumindest der sehr ausgeprägte Sicherheitsgedanke bei Ausrüstung, Buddy-Awareness, Planung inkl. Gasvorrat und Durchführung von HöhlenTgs kann beim Eistauchen sehr von Vorteil sein.


    Edit: Noch ein paar Informationen eingefügt. Gruß Alex =)

    So jung und schon so verdorben - Svea loves Gavin

    Edited once, last by *alex* ().

  • Quote

    Original von alex.diver
    Bei einem HöhlenTG hab ich zumindest den Höhlengang als Orientierung zum Ausgang bei einem Verlust der Leine, bei einem EisTg hab ich nur annähernd gleiche Orientierungsmöglichkeiten.


    Eine kleine Erläuterung an dieser Stelle für diejenigen, die noch nie einen Tauchgang unter Eis gemacht haben (ich habe mir das vorher auch nicht so vorgestellt):
    Sobald man durch das Einstiegsloch unter das Eis getaucht ist, ist es nicht mehr zu erkennen. Allenfalls noch durch das Seil, dass durch das Loch an dieser Stelle verschwindet. Da ist kein dunkler Fleck, oder sonst irgendwas, an dem man sich orientieren kann, solange man sich nicht direkt unter dem Loch befindet!

  • :hello:


    Antares,


    ich möchte mich den Worten von ElTorro; @alex.diver und Mariiie anschließen und Dir noch sagen und ich hoffe, dass es sich auch alle anderen, die unter Eis tauchen, bewußt sind:


    Du tauchst unter einer geschlossenen Eisdecke und solltest auch im Ernstfall, trotz Führungsleine in der Lage sein, selbst das Einstiegsloch wieder zu finden!
    Du bist Extrem-Tauchen ausgesetzt, solltest total fit sein und eventuell auftretende Probleme selbständig unter Eis lösen können, denn an die Oberfläche kannst Du nicht!
    Unterliege niemals dem Gruppenzwang sondern entscheide selbst und schätze Deinen Ausbildungsstand richtig ein!


    Ansonsten, wie wir gestern erlebt haben, bei Sonnenschein unter Eis traumhaft und unbeschreiblich schön!


    das unter Eis getauchte kleine Seepferdchen Elke 8);)

  • ...ähm,


    mal wieder 'ne kurze kätzerische Frage vom Forumsquerulanten:


    Beim Höhlentauchen ist man damit zufrieden, dass man eine Führungsleine zum Ein-/Ausstieg hat. Warum muss beim Eistauchen zusätzlich zur Leine auch noch jemand da sein, der an der Leine ziehen kann?- macht man da ein Leckerli dran und hofft, dass der Taucher dann dem Leinenende hinterherschwimmt....?


    Eisige Grüsse vom verwirrten kleinen Tekkie der Herzen

    Immer der gleiche Mist, jedes Jahr was neues: www.glummi.de


    Die grössten Lügen im Tauchsport:
    "Dieser Automat ist vereisungssicher!"
    "Der schlechteste Tauchtag ist besser als der beste Arbeitstag!"
    "Nitrox verhindert den Tiefenrausch."
    "Computer verlängern die Nullzeit."
    "40 m sind genug!"

  • ...nur so ein Gedanke:
    ist es vieleicht sinnvoll eine (brennende) Lampe ans Seil direkt unter´s Einstiegsloch zu hängen?
    Könnte mir vorstellen, daß man dadurch zumindest in unmittelbarer Nähe das Loch erkennen kann

  • Quote

    Original von Glummi
    Warum muss beim Eistauchen zusätzlich zur Leine auch noch jemand da sein, der an der Leine ziehen kann?- macht man da ein Leckerli dran und hofft, dass der Taucher dann dem Leinenende hinterherschwimmt....?


    Das kommt drauf an, wer an der Leine hängt. Je nachdem kann es schon ein Leckerli, Taucherli oder Luxemburgerli sein.
    Aber hier geht es einfach darum, dass mann auf das Zeichen vom Taucher wieder herausgezogen werden kann.
    Wir werden bei zweimal stark Ziehen vom Taucher sofort wieder herausgezogen.
    Nach Absprache macht das sogar Spass:
    Vorher wird vereinbart, dass man unter das Eis taucht, sich umdreht, sprich Gesicht zum Eis und dann wird zweimal kräftig gezogen. Je nachdem, wen Du draussen stehen hast und wie schnell die Kollegen ziehen können, geht dann die Reise ab ;-)
    Macht irre Spass :hammer:
    Ist definitiv nicht DIR konform.


    Ein besonderer Happen ist Eistauchen in der Ostsee, wenn unter dem Eis eine dicke Schicht Crush-Eis ist. Nicht weil man darauf Mochitos machen kann, die übrigens ziemlich salzzig schmecken müssten. Nein, es ist diese Eintauchphase, die Ein Kollege über Schultersteigen einleitet und rauskommen ist auch spannend. Kommt einem irgendwie bekannt vor. Aus gaaaanz frühen Zeiten ;-)

    :longnose: Wer mit Pinkelventil taucht, verliert kostbare Wärme. :longnose:

  • Quote

    Original von Tauchturmpinkler


    Das kommt drauf an, wer an der Leine hängt. Je nachdem kann es schon ein Leckerli, Taucherli oder Luxemburgerli sein.


    Nicht zuletzt hängt es ja auch davon ab, *wer* an der Leine zieht- es könnte ja auch ein OberflächenSicherungsLeinezieherli sein, dann haben wir einen "Leinenmann On The Rocks". :)

    Immer der gleiche Mist, jedes Jahr was neues: www.glummi.de


    Die grössten Lügen im Tauchsport:
    "Dieser Automat ist vereisungssicher!"
    "Der schlechteste Tauchtag ist besser als der beste Arbeitstag!"
    "Nitrox verhindert den Tiefenrausch."
    "Computer verlängern die Nullzeit."
    "40 m sind genug!"

  • Hallo Leutz...,


    Quote

    Ein besonderer Happen ist Eistauchen in der Ostsee, wenn unter dem Eis eine dicke Schicht Crush-Eis ist. Nicht weil man darauf Mochitos machen kann, die übrigens ziemlich salzzig schmecken müssten.




    Wir wollen doch wohl Nägel mit Köpfen machen....
    Mojito für Tec-Diver...., so DIR, wie es besser schon nicht mehr geht.....


    Mojito Rezept


    Zutaten:
    Rum weiß 6cl
    Limettensaft 4cl
    Zuckersirup 1cl
    Mineralwasser 1cl

    Garnitur:
    Rohrzucker
    Minze
    Limette
    Crushed Ice


    Pro Glas etwa 6-8 frische Minzeblätter, 4cl frisch gepressten Limettensaft, 1 cl Zuckersirup und 2 Barlöffel weißen Rohrzucker ins Glas geben und mit dem Stößel etwas zerdrücken. Dabei soll der Saft aus der Minze gepresst, diese aber nicht zu Brei verarbeitet werden.
    Nun Rum dazu geben, mit Crushed Ice das Glas auffüllen, einen Dash Soda oder Mineralwasser darüber geben und mit einem Strohhalm servieren. Über die Menge des Rohrzuckers und Sodas kann die Stärke des Drinks reguliert werden.
    Eine andere Zubereitungsart des Mojitos ist, wenn man den Zuckersirup mit einem Dash Angostura ersetzt und anstelle von Limettensaft, frische Limettenstücken mit der Minze zerstößt. Jedem so, wie es beliebt.


    Prost.... :D

  • Hurraaaaa! Thema völlig aus dem Ruder gelaufen.... :zeter: :D


    Mal zurück zum eigentlichen Punkt .


    Hab ich beim Höhlentauchen meist nur mit der Bösartigkeit anderer Taucher im Zusammenhang mit Leinenkappen o.ä. zu tun, ist die Begegnung mit geistlosen Mitmenschen beim Eistauchen wahrscheinlicher. Deshalb ist ein Leinen-Sicherungsmann vorallem auch ein Leinen-Beschützer und -Verteidiger.



    Neander:
    Wenn´s nicht ewig nervt, könnte man ein Blitz-/Blinklicht probieren. Brauchten wir bisher aber nicht und verführt eventuell zur Nachlässigkeit. Zum Thema Sicherheit aber bestimmt diskussionswürdig.


    A. =)

  • Blink / Blitzlich beim Eistauchen


    Hi @alex.diver,


    ich selbst würde beim Eistauchen, welches am Tag stattfindet kein Blitz- oder Blinklicht einsetzen.
    Sollte es allerdings zu einem Nacht-Eis TG kommen fände ich es unbedingt angebracht!
    Ich selbst habe allerdings noch keinen Eis-Nacht-TG gemacht.


    Eis-Tag-Grüsse vom kleinen Seepferdchen Elke ;)

  • Quote

    Original von alex.diver
    Bei einem HöhlenTG hab ich zumindest den Höhlengang als Orientierung zum Ausgang bei einem Verlust der Leine, bei einem EisTg hab ich nur annähernd gleiche Orientierungsmöglichkeiten.


    Na das möchte ich aber arg bezweifeln, dass das eine praktikable Lösung ist. Das funktioniert vielleicht in gefluteten Bergwerken, aber in einer natürlichen Höhle mit zig Seitenabzweigen ist da relativ schnell Schluß.


    Die Leine dient beim Eistauchen sicher nur der Kommunikation und zum herausziehen im Notfall. Wobei ich mir Letzteres auch kaum vorstellen kann, denn ich stelle mir gerade einen Taucher mit D12 und vollem Gerödel vor, den ich an einem Seil wirklich rausziehen kann. ?( Ich bin ja schliesslich kein Kran! Aber wenn er erstmal am Loch ist habe ich vielleicht noch Helfer und kann ihn rausholen.


    Eis Nacht TG ist sicher dann schon wie Höhlentauchen ohne Wände, wäre mir aber wegen der zusätzlichen Probleme im Notfall zu risokoreich.


    Nochmal aktuelle Unfälle:
    Es hat in den letzten Wochen zwei mir bekannte Eistauchunfälle gegeben. Einen in Hessen und einen hier in Wien. Diese und andere haben eins gemeinsam: Es gab offensichtlich einfache Verstösse gegen einfache Regeln. Beim Höhlentauchen gibt es ja auch diese 5 goldenen Regeln, die 95% der Höhlentauchunfälle verhindert hätten. Die kann man sicher auch auf das Eistauchen einfach ummünzen.


    BTW: Mal so die Frage gestellt: Wer zeigt den Tauchern eigentlich den Umgang mit Leine und Reel? Wenn ich mich an meine ersten Reelerfahrungen erinnere, WOW das war Bondage pur und bis der Knoten wieder auf war.... Wenn da Eis über mir gewesen wäre....
    Nur ich kenne auch niemanden, der Eistauchübungen im Sommer macht :(


    MONSTI

  • @ Monsta


    das ist ja auch der Grund weshalb man einen Eistauchkurs besuchen sollte um das Handling zu Üben und Risiken und Gefahren zu wissen. Aber ich gebe dir vollkommen recht, ich frag mich auch warum man solche Übungen im Sommer fast gar nicht sieht...wo es beim Eistauchen doch echt angebracht und auch möglich wäre.


    Ich persönlich tu mich echt schwer angeleint zu tauchen, erst recht wenn ich Gruppenführer bin der a) das Sicherungseil und b) dann noch die Buddyleine hat. Das kann man sich sehr schnell selber zu einem schönen Postpaket verschnüren :zeter:


    8)

  • Quote

    Original von Monsta
    BTW: Mal so die Frage gestellt: Wer zeigt den Tauchern eigentlich den Umgang mit Leine und Reel? Wenn ich mich an meine ersten Reelerfahrungen erinnere, WOW das war Bondage pur und bis der Knoten wieder auf war.... Wenn da Eis über mir gewesen wäre....
    Nur ich kenne auch niemanden, der Eistauchübungen im Sommer macht :(


    Ich würde hier nicht Reel mit Eistauchen zusammenbringen.
    Das Impliziert so: Reel anbringen und lostauchen. Kreuz und quer durch den See.
    Wenn man dann noch zu zweit taucht mit Buddy-Leine, kommt da sicherlich Makrame raus.


    Also, unter Seil verstehe ich einen Tampen, mit dem zu wirklich den Taucher auch mit D12 bis zum Loch wieder hinziehen kannst. Rausziehen würde ich mir auch nicht zutrauen ;)


    Und Eis-TG sind die einzigen Solo-TG die ich durchführe. Denn wir tauchen immer nur mit einem Taucher unterm Eis. Und da hängt dann kein zweiter dran.

    :longnose: Wer mit Pinkelventil taucht, verliert kostbare Wärme. :longnose:

  • Monsta:

    Quote

    Na das möchte ich aber arg bezweifeln, dass das eine praktikable Lösung ist. Das funktioniert vielleicht in gefluteten Bergwerken, aber in einer natürlichen Höhle mit zig Seitenabzweigen ist da relativ schnell Schluß.


    Wie denn dann? Deshalb versucht man doch sich jede Passage beim Eintauchen, die ungefähren Längen, Gasverbrauch, Abzweigungen und Profil zu merken, gerade für genau dieses Szenario einer verlorenen (gelösten, gerissenen, herausgefluteten) Leine.


    Aber zurück zum Eistauchen:
    Ich denke auch, dass ein Benutzen von Caveline und Reel unter Eis eher die schlechtere Lösung darstellt. Da man das Eistauchen ja gerade wegen des Eises durchführt, wird man an der Eisfläche (also oben) tauchen und nicht am Bodengrund nach irgendwelchen Befestigungsmöglichkeiten für eine temporäre Leine suchen.


    Wenn man ein gutes Seil mit entsprechendem Durchmesser (s.o.) benutzt, kann man selbst einen D12-Taucher zum Einstieg zurückziehen - no prob!
    Ha´m wa´schon mal ausprobiert.



    Na denn - crush your local ice - A. =)

  • Alex: Sorry, aber ich bin ja blond - habe irgendwie an totalen Lampenausfall gedacht. Hast da natürlich Recht! Me culpa!


    @TTP: Sicher ist ein Reel nicht für´s Eistauchen geeignet, aber es ist eben schon was anderes, wenn da noch was an dem Taucher "dranhängt", sprich eine Leine. Ich selbst habe da Leute gesehen, für die war es ein reines Glück, dass es ein Übungs Eis TG im eisfreien Bereich war. Sonst hätte das ein böses Ende nehmen können.


    MONSTI

  • was je nach witterungslage und schneehistorie noch ein e gute navi-hilfe sein kann ist mit einer schneeschippe ein rad in form konzentrischer kreise mit radialen speichen um das eisloch zu "schlagen". ist von "unten" recht gut sichtbar und führt sicher zum ausstieg zurück. ist aber je nach schneelage arbeit ...

  • ...und am nächsten Tag zerreisst sich die Lokalpresse das Maul über die angebliche Ufolandung auf dem See :D [scnr]


    Aber sicher eine mühsame, wenn auch sehr wirkungsvolle Methode.


    Worüber wir noch gar nicht gesprochen haben ist das Notloch am Rand. Wird hier sehr stark praktiziert. Also zweites Loch direkt am Ufer. Bei Leinen oder Orientierungsverlußt zum Ufer schwimmen (Navigation an Bodentopografie) und dann das Loch suchen. Idealerweise macht man es dann extrem weit links oder rechts vom Einstieg, so dass man es dann auch sicher beim suchen findet!


    Ist das auch bei Euch Standard?


    [3Min.später: Oh Alex hat es in seinem Post zumindest erwähnt! Sorry!]


    MONSTI